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Dienstag, 16.05.2017 - 20:00 Uhr

7. Sinfoniekonzert

Johannes Brahms: Doppelkonzert fur Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Richard Strauss: Macbeth op. 23
Richard Strauss: Tod und Verklärung op. 24

Einführung 19 Uhr, Konzerthaus/Runder Saal

Mit seinem letzten Orchesterwerk, das im Sommer 1887 entstanden ist, entriss Brahms die im Barock gepflegte Gattung des Doppelkonzerts der Vergessenheit. Der Reiz dieses Konzertes liegt vor allem im Dialog zwischen den beiden Solostimmen, die so aufeinander eingehen müssen, dass der Eindruck des organisch Gewachsenen entsteht; als spielten nicht zwei verschiedene Instrumente, sondern – wie Brahms einmal humorig kommentierte – eine einzige »achtsaitige Riesengeige«. Etwa zeitgleich fand der junge Richard Strauss zu ganz anderer musikalischer Ausdrucksform, als er seine ersten Tondichtungen schrieb. Ganz dem literarisch-musikalischen Ansatz Wagners und Liszts verpflichtet, legte er seinen Kompositionen eine poetische Idee zu Grunde. Bei »Macbeth« ist es Shakespeares gleichnamiges Drama, bei »Tod und Verklärung« ein Gedicht Alexander Ritters, das Strauss mitreicher Orchestrierung in Szene setzte. 

The attraction of Brahms’ last orchestral work, which was created in the summer of 1887, lies in the dialogue between the two solo voices. They have to be so sensitive to one another that it seems as though a “huge eight-stringed violin” were playing. At the same, a young Richard Strauss found a different musical form of expression as he wrote his first tone poems. He based his compositions on a literary idea in the tradition of Wagner and Liszt’s literary/musical approach.
  
Uliana Zhdanov