Dienstag, 23.05.2017 - 20:00 Uhr

Sorry

Im Rahmen von ART OF THE CITIES -
3. Internationales Bürgerbühnenfestival
Monster Truck & The Footprints

In englischer Sprache
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung

In „Sorry“ beschäftigen sich Monster Truck und der nigerianische Choreograf SegunA defila mit den (Un-)Möglichkeiten einer Begegnung auf Augenhohe im Schatten asymmetrischer postkolonialer Machtverhältnisse. Auf einer weisen Spielfläche treffen fünf dünne Waisenkinder aus Bariga, einem Armenviertel in Lagos, auf einendicken, weißen Mann. Kindliche Unschuld trifft auf den sprichwörtlichen Fremden, der Kindern Schokolade anbietet, postkoloniale Chancenlosigkeit auf die stereotypeVerkorperung von Europas kolonialer Schuld, zeitgenössischer nigerianischer Tanzauf europaisches Konzepttheater. Ein vampiristischer Horrorfilm der ganz eigenen Art nimmt seinen Lauf. Wem nutzt dieses Zusammentreffen in welcher Art und Weise? Wer ist am Ende abhängig von wem? Eine interkulturelle Begegnung als albtraumhaftes Spiel ohne Grenzen.

In „Sorry“, Monster Truck and the Nigerian choreographer Segun Adefila address the(im)possibilities of meeting at eye level in the shadow of asymmetric post-colonial power relations. On a white stage, five thin orphans from Lagos meet a fat white man.Contemporary Nigerian dance meets European conceptual theater. It’s a vampire horror flick of a very special kind.

Jurybegründung
Monster Truck sind Experten für Theater, das im Kopf des Zuschauers stattfindet.„Sorry“ vereint Tanz, Rhythmus, Bildende Kunst und den Diskurs darüber und bietet eine Projektionsfläche für eigene Assoziationen. Wir werden dazu gebracht, unsere eigenen Gedanken und Verhaltensweisen zu hinterfragen und uns bei längst überwunden geglaubten Vorurteilen zu ertappen. Ist unser Blick auf Afrika wirklich so aufgeklärt, wie wir meinen? (Stefanie Bub)

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspiel Förderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institutes
Monster Truck
Segun Adefila
  
Marcel Bugiel
  
Alice Ferl
  
Stine Hertel
  
Oluwaseun Awobajo
  
Theresa Pommerenke
Abiodun Sinat Adefila
  
ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
  
Moses Rasheed
Olayinka Akintunde
Waris Olanrewaju
Olanrewaju Rasheed
John Muiz Adebayo
Lakatu Aduragbemi
Andreas Klinger