Sonntag, 16.07.2017 - 19:00 Uhr

Wassa Schelesnowa / Die Mutter - letzte Vorstellung

Schauspiel von Maxim Gorki und Bertolt Brecht mit Musik von Hanns Eisler
Gorki schrieb »Wassa Schelesnowa« als Abrechnung mit der fehlgeschlagenen Revolution 1905. Eine untergehende bürgerliche Klasse versucht zu retten, was zu retten ist, ohne eine alternative Idee für die Zukunft. Wassa ist Firmen und Familienoberhaupt, sie fordert dieselbe Härte von sich selbst wie von allen Familienmitgliedern. Doch mit Härte ist nichts mehr auszurichten, die Kinder sind degeneriert, der Bruder säuft, der kranke Mann verabschiedet sich auf Empfehlung seiner Gemahlin in den Selbstmord. Selbsterhalt der Macht ist das höchste Ziel, auch wenn Wassa nicht beantworten kann, für wen sie diese »Zukunft« und ihr marodes Unternehmen eigentlich durchbringen will. Am Ende kollabiert das System. Die Mutter aus Gorkis gleichnamigem Roman, den Brecht bearbeitet und Eisler vertont hat, ist die Gegenfigur zu Wassa, eine Lichtgestalt vom unteren Ende der Gesellschaft. Sie schafft das Übermenschliche und zieht für ihren zum Tode verurteilten Sohn in den revolutionären Kampf.

»Ein toller, ein umjubelter Abend!« (Badische Zeitung)


Wassa is the head of the company and the family; she demands that all family members are as tough as she is. Retaining power is the primary objective, even though Wassa can’t say for whom she wants to ensure this “future”. The system collapses in the end. The Mother in Gorki’s novel of the same name, which Brecht reworked and Eisler wrote a score for, is a contrasting figure to Wassa – a shining light from the bottom of society. She manages to perform superhuman feats, and she enters into revolutionary war for her son who has been condemned to death.
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
ORSO Chor