Samstag, 25.03.2017 - 17:00 Uhr

Schlachten! 1. & 2. Teil

Schauspiel von Tom Lanoye und Luk Perceval nach den Rosenkriegen von William Shakespeare - Heute letzte Vorstellung!
1. & 2. Teil: Richard Deuxième / Heinrich 4 / Der Fünfte Heinrich / Margaretha di Napoli / Eddy The King / Dirty Rich Modderfocker der Dritte

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung

Mit Unterstützung der TheaterFreunde Freiburg

Macht steigert unsere Möglichkeiten, Karriere macht uns sichtbarer. In seinen Königsdramen zieht Shakespeare alle Register zur Beförderung normalgestörter Waisensöhne zu monströsen Landesvätern. Aus den acht „history plays“ der Rosenkriege haben Lanoye und Perceval – in einem Kunststück gleichzeitiger Konzentration und Entgrenzung – eine große Erzählung über Macht und Selbstbehauptung geschrieben: eine Genealogie der Gewalt von Aufsteigern, die zu Abstürzlern werden, ein Theaterabenteuer voller rechter Hände und linker Machenschaften. Mit dabei: Abstiegsgroßkünstler Richard Deuxième, populistischer Problemvater Heinrich 4, Superheld Der Fünfte Heinrich, Nullrisikoprophet Heinrich VI., Nulltoleranzfirstlady Margaretha di Napoli, Fress&Fick-Fan Eddy The King und der hochmanipulative Selbsthasser und finale Killer-PoetDirty Rich Modderfocker der Dritte. Während 400 Jahre nach Shakespeare populäre TV-Serien wie House of Cards oder Game of Thrones von ihm inspiriert sind und wir eine Wiederkehr der Gewalt in der Mitte unserer Gesellschaft erleben, ist „Schlachten!“ eine genuine Theaterserie über die Zerbrechlichkeit unserer Zivilisation, ein Bastard aus sprachlicher Verdichtung und Verwahrlosung, ein explosives Gemisch aus Komödie und Tragödie.

Sehen Sie das Werk komplett als sechsstündigen Abend mit zwei Pausen, in denen Sie sich an der Bar mit Getränken und Speisen versorgen können. Oder besuchen Sie einen der beiden Teile an einem Abend à drei Stunden.

A weak king, incapable and pompous, first reaches true greatness when he is finally only able to pretend to be what he once was. From the eight “history plays”, Lanoye and Perceval wrote a great essay about the problem of exerting power in the War of the Roses, as a piece of art with a simultaneous concentration and delimitation. It is a bastard of linguistic density and neglect, an explosive mix of comedy and tragedy that leads us from a rotten core from the past to an even more rotten core in the present: »There is tremendous poetry in killing.«

Pressestimmen:
„Ein brillantes Ensemble und eine furiose, lustvoll sinnliche Inszenierung.“ (Badische Zeitung)
„So beeindruckend wie hier sah man das Freiburger Ensemble selten.“ (Südkurier)
„Stück für Stück entfaltet sich das Serienfieber. (…) Eine große Inszenierung, die das Theater zu seinem Kern finden lässt.“ (Theater der Zeit)
„Das Freiburger Stadttheater hat mit Schlachten! seine eigene, mutige Version einer großen Theaterlegende erarbeitet. Greller, kürzer, lauter, bunter, mehr Jahrmarktsunterhaltung statt Bürgerbesinnung.“ (nachtkritik.de) 
  
  
Anatol Atonal
  
Kevin Sock