Eurotopia – Letzte Vorstellung!

Auftakt ist am 29. April eine Diskussion mit Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Guerot und dem Regisseur Milo Rau

Am Samstag, den 29.4. spielen wir zum letzten Mal »Eurotopia«, einen Theaterabend von acht internationalen Künstlerteams im Großen Haus. 

An unserem letzten Eurotopia-Wochenende wollen wir uns mit »Mythen, Fiktionen, Utopien« beschäftigen. Dazu haben wir zwei prominente Gäste eingeladen: Die renommierte Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Guérot und den Theaterregisseur Milo Rau (eingeladen zum Theatertreffen 2017). Sie diskutieren zum Auftakt um 14 Uhr im Winterer-Foyer, bevor um 16 Uhr die letzte »Eurotopia«-Vorstellung zu sehen sein wird, gefolgt von einem Publikumsgespräch mit den beteiligten RegisseurInnen. 
Guérot, Gründerin des European Democracy Lab an der European School of Governance in Berlin hat mit ihrer Monographie »Warum Europa eine Republik werden muss« eine politische Utopie vorgelegt: Alle Bürger haben gleiche politische Rechte. Vernetzt die europäischen Regionen lautet ihre These. Schafft ein gemeinsames republikanisches Dach! Wählt einen europäischen Parlamentarismus, der dem Grundsatz der Gewaltenteilung genügt!
Der Regisseur und Autor Milo Rau, Gründer des International Institute of Political Murder erzählt eine andere Geschichte über Europa: Die eines vielfach zerrissenen Kontinents. Er hat für »Eurotopia« eine Verdichtung seiner »Europa Trilogie« vorgenommen. Entstanden ist eine Video-Installation über Revolte, politisches Engagement, Flucht, Heimat, Verlust und Neuanfang.  Zu diesem Gespräch trifft die Utopistin auf den Kritiker, die Hoffnungsträgerin auf den Skeptiker, die Wissenschaftlerin auf den Künstler.