Donnerstag, 23.03.2017 - 21:00 Uhr

Caen Amour

Choreografie von Trajal Harrell
im Rahmen von DEPOT ERBE

Koproduktion

[See below for English version.]

Auf dem Gebiet zeitgenössischer Körperdiskurse ist Trajal Harrell ein wegweisender Choreograf. Er führt zusammen, was nicht zusammengehört: Judson Church Dance Theatre, Voguing, Antike und nun fügt er Orientalismus und den deutschen Ausdruckstanz hinzu. Diesmal steht Loïe Fuller, Ikone und Wegbereiterin des modernen Tanzes, im Fokus seiner Choreografie. An Loïe Fullers Geschichte fasziniert Harrell vor allem Eines: der pure Drang zum Tanzen in einer Zeit, in der die Kategorien des Tanzes erst noch erfunden werden mussten. Harrell schafft eine subversive Komposition verschiedener Tanztraditionen und generiert eine fürs Publikum queere Körpersicht und Zuschauerpraxis. Sein Stück ist Modenschau, Hoochie-Koochie Show und Tanzlabor zugleich und wagt einen theatralen Abriss durch die Geschichte des Tanzes.


Hinweis: Es gibt keine reguläre Bestuhlung sondern nicht nummerierte Sitzkissen auf dem Boden.


››Caen Amour‹‹ präsentieren wir im Kontext von DEPOT ERBE. Als dessen Rahmenprogramm zeigen wir Choreografien, die sich auf die Geschichte des Tanzes besinnen und einen zeitgenössischen Standpunkt zu tradiertem Material einnehmen. Erfahren Sie hier mehr über das DEPOT ERBE.
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Trajal Harrell usually joins things that don’t belong together: Judson Church Dance Theatre, vogueing, antiquity. Now he is connecting Orientalism to German Ausdruckstanz. In this choreography, which is dedicated to Loïe Fuller, Harrell creates a subversive composition of various dance traditions and generates a queer body perspective and audience practice for spectators. It’s a theatrical overview of the history of dance.
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Choreografie: Trajal Harrell / Tänzer*innen: Thibault Lac, Ondrej Vidlar, Trajal Harrell, Perle Palombe / Guide: Verena Brakonier / Lichtdesign: Sylvain Rausa / Bühnendesign: Jean Stephan Kiss / Soundtrack: Trajal Harrell / Kostüme: Trajal Harrell / Dramaturgie: Sara Jansen / Copyright Foto: Orpheas Emirzas

Eine Produktion von Kampnagel Hamburg, Theater Freiburg, Arsenic Lausanne, Gessnerallee Zürich, Performa Biennial 2017 New York und Productiehuis Rotterdam.