Samstag, 29.04.2017 - 16:00 Uhr

nimmer

Choreografie von Antje Pfundtner in Gesellschaft (für Kinder und Erwachsene)
im Rahmen von DEPOT ERBE
[25.3. – 1.5.17]

Gastspiel für
Kinder und Erwachsene

»Stell dir vor, du blickst auf ein Foto von dir in 20 Jahren. Was ist verschwunden?«
» Mein Kleinsein.«

Jeder von uns kann von Dingen oder Menschen erzählen, die verschwunden sind: auf plötzliche, auf mysteriöse, auf traurige Art und Weise, überraschend oder geplant. Aber hat schon mal jemand etwas mit eigenen Augen verschwinden sehen? In »nimmer« ist nichts wie immer: Erwachsene fürchten sich mehr als Kinder, der Wolf sucht die Nähe einer Henne, das Kind hat nur noch einen einzigen Zahn und der Schnee will nicht schmelzen. Und inmitten dieser ganzen Wesen ist Eines doch wie immer: Niemand will verschwinden, ohne vorher ganz sicher zu wissen, wie man wieder auftaucht … 
»nimmer« basiert auf zahlreichen Interviews, die Antje Pfundtner mit Kindern und Erwachsenen zum Thema Verschwinden geführt hat. Entstanden ist eine außergewöhnliche Hommage an die Vergänglichkeit des Lebens.

»nimmer« ist das erste Stück von Antje Pfundtner in Gesellschaft, das sowohl für Erwachsene als auch für Kinder konzipiert wurde. Beide Zielgruppen wurden vorab in den Probenprozess miteinbezogen und nach ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Verschwinden befragt. In einem Punkt waren sich, vor allem die Kinder, einig: nichts kann verschwinden - es taucht früher oder später irgendwo wieder auf; unter einem anderen Namen, in anderer Form, in Erinnerungen, in Geschichten, in einem drin.

Das Stück wurde 2016 mit dem George Tabori Hauptpreis ausgezeichnet.

Mit unserem Tanzstück über das Verschwinden löst sich auch das DEPOT ERBE auf. Erfahren Sie hier mehr über das DEPOT.


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 Each of us can tell stories of things and people who have disappeared: in a sudden, sad or planned way. But have you ever really seen them disappear?The choreographer Antje Pfundtner researched with children and adults, and asked them about the way they deal with disappearance. They all agreed on one thing: nothing can disappear, and it will reappear somewhere at some point – under a different name, in another form, in memories, stories, within you.
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Idee & Konzept, Choreografie & Performance: Antje Pfundtner / Dramaturgie: Anne Kersting / Musik: Christoph Grothaus / Ausstattung: Yvonne Marcour / Licht: Michael Lentner / Ton: Manuel Horstmann / Künstlerische Assistenz: Juliana Oliveira / Produktion: DepArtment/ Katharina von Wilcke / Tourmanagement: Hannah Melder / Dramaturgische Beratung: Moos van den Broek / Mit Texten von: Antje Pfundtner und Anaïs Vaugelade, Steinsuppe. Bilderbuch. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. © 2000 Moritz Verlag, Frankfurt/M. www.moritzverlag.de/index.php?article_id=136 / Copyright Fotos: Anja Beutler

»nimmer« ist Teil einer zweiteiligen Projektreihe in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, FFT Düsseldorf und K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg im Rahmen von »Choreographie der Nachbarschaft« – Ein TANZFONDS PARTNER Projekt. »nimmer« wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Kulturbehörde, den Fonds Darstellende Künste e.V., die Hamburgische Kulturstiftung und modul-dance.