DEUTSCHLANDPREMIEREN // KOPRODUKTIONEN

DEUTSCHLANDPREMIEREN

Das Theater Freiburg hat oftmals das Privileg eine Tanzproduktion als Deutschlandpremiere zu präsentieren. In der Spielzeit 2020/2021 sind es die folgenden:

Theater Freiburg often has the privilege of presenting a dance production as a German premiere. In the season 2020/2021 the following:

WEG (2019) // Ayelen Parolin (Argentinien/Belgien) // Samstag, 13.03.2021 // Kleines Haus

DRESS CODE (2020) // Julien Carlier - Cie ABIS (Belgien) // Samstag, 17.04.2021 // Kleines Haus

 

LAUFENDE KOPRODUKTIONEN

Die Tanzsparte des Theater Freiburg unterstützt in der Spielzeit 2020/2021 sieben ausgewählte Choreograf_innen und Kompanien finanziell bei der Kreation ihrer neuen Arbeiten.

In the 2020/2021 season, the Dance Department of Theater Freiburg is financially supporting seven selected choreographers and companies in the creation of their new works.

 

THROUGH THE GRAPEVINE (2020) // Alexander Vantournhout (Belgien)

Uraufführung 03.10.2020 // Festival Actoral, Marseille

Alexander Vantournhout hat großes Interesse am menschlichen Körper. In ANECKXANDER, das er in der Spielzeit 2017/2018 am Theater Freiburg präsentierte, setzte er seinen eigenen Körper den Blicken des Publikums schamlos aus. Für seine neue Arbeit erforscht er mit dem Tänzer Axel Guérin die strenge Form des Pas de deux, also den Paartanz schlechthin. Grob betrachtet ähneln sich die Körper der beiden sehr. Durch gleiche Bewegungen und Berührungen offenbart sich allerdings die Individualität des jeweils anderen Körpers. In einer humoristischen und akrobatisch-zirzensischen Präzision wird hier die Schönheit der Andersartigkeit und Individualität zelebriert.

Alexander Vantournhout has a great interest in the human body. When he presented ANECKXANDER at Theater Freiburg in the season 2017/2018, he shamelessly exposed his body to the gaze of the audience. In this new work he explores the strict form of the pas de deux – the couple dance par excellence – together with the dancer Axel Guérin. Considered superficially, their bodies look alike. Through similar movements and touches, however, each body’s individuality is revealed. With circus-acrobatic precision they humorously celebrate the beauty of diversity and individuality.

 

SONOMA (2020) // La Veronal / Marcos Morau (Spanien)

Uraufführung 24.07.2020 // Festival Grec 2020, Barcelona

Marcos Morau, der mit seiner Kompanie La Veronal und dem humoristisch-futuristischen Tanzstück PASIONARIA (2018) die Spielzeit 2019/2020 eröffnete, will in seiner neuen Arbeit zurück zum Ursprung und das tiefliegend Menschliche ergründen. Wenn niemand mehr weiter weiß und alles in Frage steht, bringen Revolutionen die Ordnung und das Festgefahrene durcheinander. Choreografisch wird Marcos Morau mit seinen Tänzer_innen das Bühnenbild durcheinander bringen und dieses Chaos mithilfe des Surrealismus betrachten und neu ordnen.

With their humorous-futuristic dance piece PASIONARIA (2018) Marcos Morau and his company La Veronal opened Theater Freiburg’s season 2019/2020. For his new creation he goes all the way back to our origins, exploring profoundly human questions. When all fails, nothing works out any more, no one knows how to continue and everything is in question, revolutions confuse the order and the entrenched. Together with his dancers Marcos Morau will choreographically mess up the set design and with the help of surrealism review and rearrange this chaos anew.

 

LOVETRAIN2020 // Emanuel Gat Dance (Israel/Frankreich)

Uraufführung 03.10.2020 // Festival Montpellier Danse

Emanuel Gat, der in der Spielzeit 2017/2018 mit SUNNY am Theater Freiburg zu Gast war, wird in seiner neuen Arbeit LOVETRAIN2020 mit 14 Tänzer_innen ein zeitgenössisches Musical erarbeiten. Durch Bewegung und Tanz zur Musik des britischen Duos Tears for Fears (Shout, Mad World) will Emanuel Gat die einzigartige Stimmung der 1980er Jahre einfangen und somit eine choreografische Ode an diese Zeit auf die Bühne bringen.

A contemporary “Musical” for 14 dancers, LOVETRAIN2020 will call upon the wonderful music of the 80s British duo Tears for Fears (Mad world, Shout, Everybody Wants to Rule The World, Change, Sowing The Seeds Of Love and many other incredible hits from that glorious decade). A choreographic ode to the sound and vibe of the 80s, as embodied in the music of Tears For Fears, with its utopic drive and epic groove.

  

GLOTTIS (2020) // Flora Détraz / Cie PLI (Frankreich, Portugal)

Uraufführung 29.11.2020 // Alkantara Festival, Lissabon

GLOTTIS findet statt innerhalb einer Stimmritze oder in den Tiefen einer Grotte, in der Vorzeit, in der Vorgeschichte oder in der Zukunft, nach der Geschichte. Drei Charaktere - blinde Seher, Schamanen unter Hypnose oder bodenständige Somnuambulisten - frönen geheimnisvollen Praktiken. In einer Art Tanzkonzert, das auf verstörende Weise einer fantastischen Prophezeiung ähnelt, führen sie eine Diskussion mit unsichtbaren Kräften. GLOTTIS zelebriert die dunklen Mächte durch das Eintauchen in die Magie und das Unbewusste.

Glottis takes place within a glottis or the depths of a grotto, in ancestral times, during prehistory, or in future times, after the story. Three characters - blind visionaries, shamans under hypnosis, or down-to-earth somnuambulists indulge in mysterious practices. In a form of danced concert disturbingly resembling a fantastic prophecy, they are having a discussion with a range of invisible forces. As on oneiric immersion into the meanders of the magic and of the unconscious, Glottis celebrates the dark forces.

 

MOUNTAINS (2020) // Jefta van Dinther (Deutschland/Schweden)

Uraufführung 04.02.2021 // Dansens Hus, Stockholm

Nach den beiden größeren Produktionen PLATEAU EFFECT (2013) und PROTAGONIST (2016) für die schwedische Kompanie Cullberg erarbeitet Jefta van Dinther nun ein Solostück für eine Tänzerin der Kompanie. Suelem de Oliveira da Silva begibt sich auf eine transzendente Reise und erforscht die Beziehung zwischen Vater Erde und Mutter Himmel. Dabei wird die Form eine Art rituelles Tanzkonzert sein, bei dem gesprochen, gesungen und getanzt wird.

Following the creation of two large scale productions, namely PLATEAU EFFECT (2013) and PROTAGONIST (2016) for the Swedish dance company Cullberg, Jefta van Dinther is now developing a solo piece for the company dancer Suelem de Oliveira da Silva. She embarks on a transcendental journey and explores the relationship between Father Earth and Mother Sky. A ritualistic dance concert unfolds, in which she speaks, sings, and dances.

 

MAL – EMBRIAGUEZ DIVINA (2020) // Marlene Monteiro Freitas (Kapverden/Portugal)

Uraufführung 26.08.2020 // Sommerfestival Kampnagel, Hamburg

Marlene Monteiro Freitas will in ihrem neuen Tanzstück dem MAL (portugiesisch für das Böse, Unheil, Krankheit) auf den Grund gehen. Meistens nimmt es die Form des Teufels, der Frau, bestimmter Tiere oder Mutanten an. In der Interpretation von Marlene Monteiro Freitas sitzt ein Chor auf einer Tribüne. Dieser besteht aus professionellen Tänzer_innen sowie Schaupieler_innen der Münchner Kammerspiele und sieht sich ständig mit dem Giftigen, dem Verrotteten, dem Abgründigen konfrontiert.

With her latest work MAL (Portuguese for malice, disaster, ailment), Marlene Monteiro Freitas wants to get to the bottom of evil. Mostly the evil takes shape in form of the devil, the woman, or certain animals or mutants. In Marlene Monteiro Freitas’ interpretation a choir sits upon a tribune, consisting of professional dancers as well as actors of the Munich Kammerspiele, that is constantly confronted with the poisonous, the rotten, the abysmal.

 

WITHOUT REFERENCES (2020) // Cie Greffe / Cindy Van Acker (Schweiz/Belgien)

Uraufführung 23.03.2021 // La Comédie de Genève

Für ihr Stück SHADOWPIECES (2019-2020) erarbeitete Cindy Van Acker mit elf Tänzerinnen und Tänzern je ein zehnminütiges, persönliches Solo. Eine Grundlage oder Richtung für die Solos war jedoch nicht vorgegeben. Sie sind der Ausgangspunkt für ihre neueste Arbeit WITHOUT REFERENCES (Arbeitstitel), in der sich alles um den einzigartig künstlerischen Arbeits- und Probenprozess dreht. Die Weiterführung dieser individuellen, tänzerischen Untersuchung wird durch ein Bühnenbild des Regisseurs und Bildenden Künstlers Romeo Castellucci komplettiert.

For her work SHADOW PIECES (2020) Cindy Van Acker developed ten-minute, personal solos for and together with eleven dancers. No framework or directions were given. This is the starting point for WITHOUT REFERENCES (working title) that entirely revolves around the uniqueness of artistic work- and rehearsal-processes. The continuation of this individual dance-exploration is completed by a stage design created by the director and visual artist Romeo Castellucci.