• Das Philharmonische Orchester Freiburg //  Foto: Britt Schilling

    Das Philharmonische Orchester Freiburg //

7. Sinfoniekonzert

William Walton (1902–1983): Konzert für Violoncello und Orchester Anton Bruckner (1824–1896): Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105 // Solist Johannes Moser (Violoncello) // Dirigent Fabrice Bollon // 19.00 Uhr Einführung // Konzerthaus

Der britische Komponist William Walton machte in der öffentlichen Wahrnehmung eine bemerkenswerte Wandlung durch: Hatte ihm die skandalumwitterte Uraufführung seines Entertainments FAÇADE 1922 noch den Ruf des Enfant terrible der britischen Musikszene eingebracht, schlossen sich ab den 1930er Jahren größere Erfolge an, die dazu führten, dass er immer häufiger mit renommierten Preisen ausgezeichnet und für seine Verdienste 1951 schließlich zum Ritter geschlagen wurde. Sein Cellokonzert komponierte Walton im Auftrag des Cellisten Gregor Piatigorski, der das Werk 1957 uraufführte. Über dem transparenten, außergewöhnlich instrumentierten Orchesterpart dieses lyrischen Konzerts erhält das Solocello ausgiebig Gelegenheit, sich von seiner schönsten Seite zu präsentieren.
Vielleicht war es eine glückliche Fügung, dass Anton Bruckner 1894 der verspäteten Uraufführung seiner 5. Sinfonie nicht beiwohnen konnte: Der Dirigent Franz Schalk hatte im Vorfeld der Aufführung so erheblich in Bruckners Partitur eingegriffen, dass der Komponist sein Werk womöglich kaum wiedererkannt hätte. Bruckner hatte diese, seine vielleicht persönlichste Sinfonie in den krisengeschüttelten 1870er Jahren geschrieben und nannte sie sein „kontrapunktisches Meisterwerk“. Tatsächlich scheint diese Sinfonie mit ihren groß angelegten formalen Prozessen noch individueller, gar kompromissloser zu sein als die vorangegangenen aus Bruckners Feder – und läuft zielstrebig auf einen Finalsatz zu, den Wilhelm Furtwängler als das „monumentalste Finale in der ganzen Musikliteratur“ bezeichnete.

Hinweis: Seit Januar 2020 ist die Konzerthausgarage nicht mehr besetzt. Weiter gibt es ab sofort nicht mehr die Möglichkeit, den Konzerttarif vorab zu bezahlen. Alle wichtigen Neuerungen finden Sie HIER zusammengefasst.

Der britische Komponist William Walton machte in der öffentlichen Wahrnehmung eine bemerkenswerte Wandlung durch: Hatte ihm die skandalumwitterte Uraufführung seines Entertainments FAÇADE 1922 noch den Ruf des Enfant terrible der britischen Musikszene eingebracht, schlossen sich ab den 1930er Jahren größere Erfolge an, die dazu führten, dass er immer häufiger mit renommierten Preisen ausgezeichnet und für seine Verdienste 1951 schließlich zum Ritter geschlagen wurde. Sein Cellokonzert komponierte Walton im Auftrag des Cellisten Gregor Piatigorski, der das Werk 1957 uraufführte. Über dem transparenten, außergewöhnlich instrumentierten Orchesterpart dieses lyrischen Konzerts erhält das Solocello ausgiebig Gelegenheit, sich von seiner schönsten Seite zu präsentieren.
Vielleicht war es eine glückliche Fügung, dass Anton Bruckner 1894 der verspäteten Uraufführung seiner 5. Sinfonie nicht beiwohnen konnte: Der Dirigent Franz Schalk hatte im Vorfeld der Aufführung so erheblich in Bruckners Partitur