Harald Welzer und Ernst Ulrich v. Weizsäcker: Eine neue Aufklärung

Harald Welzer und Ernst Ulrich von Weizsäcker sprechen über eine Kultur der Endlichkeit // Großes Haus

Der Club of Rome beschrieb „Die Grenzen des Wachstums“ vor genau 50 Jahren. Der Bericht untersuchte den Zusammenhang von Bevölkerung, Produktion, Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung. Spätestens seit 1972 wissen wir also Bescheid. Die Einsichten und Prognosen dieses für manche „wichtigsten Berichtes der je geschrieben wurde“ (Johan Rockström) prägte eine ganze Generation, beförderte die Gründung von Umweltbewegungen und motivierte das ökologische Denken bis heute. Trotzdem haben wir noch nicht einmal damit begonnen, fossile Brennstoffe zu ersetzen. In seinem neuesten Buch notiert der Sozialwissenschaftler Harald Welzer, dass die Moderne bisher von der Illusion der Grenzenlosigkeit gelebt hat. Unsere „an die Geschichte der Aufklärung gebundene Vernunft kennt keine Kategorie der Endlichkeit und keine Strategie des Aufhörens mit irgendetwas, das man mal begonnen hat.“ Über die Möglichkeit einer Kultur der Endlichkeit spricht er mit Ernst Ulrich von Weizsäcker, einem Pionier nachhaltigen Wirtschaftens. Von 2012 bis 2018 war er Co-Präsident des Club of Rome. Mit einem neuen Buch zur Klimakrise hat er seinerseits Gedanken über eine neue Aufklärung vorgestellt.

Der Club of Rome beschrieb „Die Grenzen des Wachstums“ vor genau 50 Jahren. Der Bericht untersuchte den Zusammenhang von Bevölkerung, Produktion, Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung. Spätestens seit 1972 wissen wir also Bescheid. Die Einsichten und Prognosen dieses für manche „wichtigsten Berichtes der je geschrieben wurde“ (Johan Rockström) prägte eine ganze Generation, beförderte die Gründung von Umweltbewegungen und motivierte das ökologische Denken bis heute. Trotzdem haben wir noch nicht einmal damit begonnen, fossile Brennstoffe zu ersetzen. In seinem neuesten Buch notiert der Sozialwissenschaftler Harald Welzer, dass die Moderne bisher von der Illusion der Grenzenlosigkeit gelebt hat. Unsere „an die Geschichte der Aufklärung gebundene Vernunft kennt keine Kategorie der Endlichkeit und keine Strategie des Aufhörens mit irgendetwas, das man mal begonnen hat.“ Über die Möglichkeit einer Kultur der Endlichkeit spricht er mit Ernst Ulrich von Weizsäcker, einem Pionier nachhaltigen

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg