• Katja Kabanowa // Harold Meers, Anna-Maria Kalesidis // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Harold Meers, Anna-Maria Kalesidis //

  • Katja Kabanowa // Anna-Maria Kalesidis // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Anna-Maria Kalesidis //

  • Katja Kabanowa // Jin Seok Lee, Joshua Kohl, Inga Schäfer, Chor // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Jin Seok Lee, Joshua Kohl, Inga Schäfer, Chor //

  • Katja Kabanowa // Anna-Maria Kalesidis // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Anna-Maria Kalesidis //

  • Katja Kabanowa // Anna-Maria Kalesidis, Jin Seok Lee // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Anna-Maria Kalesidis, Jin Seok Lee //

  • Katja Kabanowa // Roberto Gionfriddo, Anja Jung // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Roberto Gionfriddo, Anja Jung //

  • Katja Kabanowa // Inga Schäfer, Anna-Maria Kalesidis //  Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Inga Schäfer, Anna-Maria Kalesidis //

  • Katja Kabanowa // Anna-Maria Kalesidi // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Anna-Maria Kalesidi //

  • Katja Kabanowa // Harold Meers, Joshua Kohl // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Harold Meers, Joshua Kohl //

  • Katja Kabanowa // Anna-Maria Kalesidis // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Anna-Maria Kalesidis //

  • Katja Kabanowa Juan Orozco, Chor, Joshua Kohl // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa

    Juan Orozco, Chor, Joshua Kohl //

  • Katja Kabanowa // Inga Schäfer, Joshua Kohl // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Inga Schäfer, Joshua Kohl //

  • Katja Kabanowa // Anna-Maria Kalesidis, Jin Seok Lee // Rainer Muranyi // 2018

    Katja Kabanowa //

    Anna-Maria Kalesidis, Jin Seok Lee //

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Katja Kabanowa

Oper in drei Akten von Leoš Janáček Libretto vom Komponisten // 18.45 Uhr Einführung // In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Premiere 27.01.2018 // Großes Haus

Leoš Janáček ging nicht nur mit offenen Augen, sondern vor allem mit offenen Ohren durch das Leben und notierte sich seine akustischen Erlebnisse als sogenannte Sprachnotate, die ihm – so der Komponist – „die Rätsel der menschlichen Seele offenbarten“. Beispielsweise das rätselhafte Innenleben einer Katja Kabanowa, deren geheime Verfehlungen während eines monströsen Gewitters so radikal aus ihr herausbrechen, dass man sich fragen muss, ob nicht das eigentliche Gewitter in ihrem Inneren stattgefunden hat. In Alexander Ostrowskis Schauspiel, benannt nach ebendieser wetterleuchtenden Naturgewalt, fand Janáček eine starke Vorlage, die sich mit den unerklärlichen Rätseln der Seele auseinandersetzt, die naturgemäß nie restlos auszuleuchten sind. Auf den zweiten Blick ist jedoch nicht alles Rätselbild, manches nur zu offensichtlich menschengemacht. Dennoch stehen die Figuren vor Katja wie vor einem Mysterium: „Es ist, als ob ein Leuchten von ihr ausginge“, lässt Ostrowski einen Verehrer Katjas staunen. Doch die Faszination bleibt unterdrückt, darf nicht offen ausgesprochen werden. In einer Welt der Ersatzbefriedigungen, bleiben die eigentlichen Sehnsüchte ungelebt – und es gehen diejenigen zugrunde, die ihr inneres Verlangen nicht zurückstellen können. Katja Kabanowa kann ihre Suche nach Liebeserfüllung nicht im Verborgenen leben und schreit ihr Schuldbekenntnis in die Welt. Nachdem sich das Gewitter verzogen hat, findet man ihren leblosen Körper. Das Leuchten ist erloschen. Eine Welt ohne Katja? Man will sie sich nicht vorstellen. Und doch ist es gerade diese Frage, die Janáček am Ende seiner Oper aufwirft.

Tilman Knabe, bekannt für seine starken Bild- und Ausdruckswelten, und damit in der deutschen Theaterlandschaft seit über fünfzehn Jahren eine etablierte Regie-Größe, beschäftigt sich für Freiburg mit Katjas Sehnsüchten und Enttäuschungen. Als Ausgangspunkt dient ihm Janáčeks hochsensitive und eindrückliche Musik.

Leoš Janáček ging nicht nur mit offenen Augen, sondern vor allem mit offenen Ohren durch das Leben und notierte sich seine akustischen Erlebnisse als sogenannte Sprachnotate, die ihm – so der Komponist – „die Rätsel der menschlichen Seele offenbarten“. Beispielsweise das rätselhafte Innenleben einer Katja Kabanowa, deren geheime Verfehlungen während eines monströsen Gewitters so radikal aus ihr herausbrechen, dass man sich fragen muss, ob nicht das eigentliche Gewitter in ihrem Inneren stattgefunden hat. In Alexander Ostrowskis Schauspiel, benannt nach ebendieser wetterleuchtenden Naturgewalt, fand Janáček eine starke Vorlage, die sich mit den unerklärlichen Rätseln der Seele auseinandersetzt, die naturgemäß nie restlos auszuleuchten sind. Auf den zweiten Blick ist jedoch nicht alles Rätselbild, manches nur zu offensichtlich menschengemacht. Dennoch stehen die Figuren vor Katja wie vor einem Mysterium: „Es ist, als ob ein Leuchten von ihr ausginge“, lässt Ostrowski einen Verehrer Katjas

Mitwirkende

Musikalische Leitung Fabrice Bollon Regie Tilman Knabe Bühne Alfred Peter Kostüm Kathi Maurer Licht Dorothee Hoff Ton Benedikt Kohlmann Chor Norbert Kleinschmidt Dramaturgie Heiko Voss Mit Juan Orozco (Dikoj), Harold Meers (Boris), Anja Jung (Kabanicha), Roberto Gionfriddo (Tichon), Anna-Maria Kalesidis (Katja Kabanowa), Joshua Kohl (Wanja Kudrjasch), Inga Schäfer (Warwara), Jin Seok Lee (Kuligin), Irina Jae Eun Park (Glascha), Orietta Battaglione (Fekluscha), Yeonjo Choi (Spaziergänger), Christiane Klier (Eine Frau aus dem Volk), Philharmonisches Orchester Freiburg (Orchester!), Opernchor des Theater Freiburg (Chor!), Statisterie des Theater Freiburg (Statisterie)

English

In a world of compensatory satisfaction, actual desires remain unlived – and those people who cannot defer their inner longings end up perishing. Katja Kabanowa cannot live her search for requited love in secret, and she screams out her confession to the world. Leoš Janáček’s highly sensitive and impressive music tells of Katja’s longing and disappointments.

Pressestimmen

„Anja Jungs Kabanicha und Juan Orozcos Dikoj sind Sängerdarsteller im Zenit ihrer vokalen Entfaltung: große Mezzosopran- und Bariton-Substanz. Inga Schäfers betont urbane Warwara führt die junge Riege mit frischer Stimmfärbung an. Und die drei Tenöre geben einander nichts nach: Harold Meers’ mühelos brillierender Liebhaber Boris, Joshua Kohl eine Spur elegischer als Kudrjasch und Roberto Gionfriddos ins Charakter- und Heldenfach weisender Tichon. (…) GMD Fabrice Bollon erweckt das Drama tatsächlich aus dem Pianissimo des raunenden Beginns, und fürderhin gelingt ihm ein glasklares Klangbild, aus dem sich die vielen Solobeiträge geschliffen lösen. Ganz nebenbei erhärten er und das in Hochform spielende Philharmonische Orchester Freiburg die nicht selten geäußerte Ansicht, keine andere Frauengestalt in der Oper werde von der Musik so warm getragen, so geliebt wie diese Katja.“
(Heinz W. Koch, Der Theaterverlag, Februar 2018)
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„Das Freiburger Theater bringt dieses Drama mit einer Drastik und Genauigkeit auf die Bühne, die aufwühlt und nachdenklich macht. (…) Die Sehnsuchtsorte von Katja werden musikalisch mit heller Farbe gezeichnet. Und wenn am Ende ihr Leidensweg im Selbstmord den finalen Höhepunkt findet, dann schreit das Orchester vor Verzweiflung. Aber auch Regisseur Tilman Knabe zeigt in dieser großartigen Produktion beides: die Enge und die Weite, die schreckliche Realität und Katjas Visionen"
(Georg Rudiger, Kultur Joker, Februar 2018)
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„Star des Abends war eindeutig Anna-Maria Kalesidis als Katja. Die Wandlung von einer zugeknöpften Person zu einer liebenden Frau und von dort zu einer verzweifelten Selbstmörderin, dies alles auch stimmlich erfahrbar gemacht – das war große Kunst. (…) Auch die kleineren Rollen und der Chor waren gut einstudiert, ebenso das Orchester. (…) Das Publikum dankte mit langanhaltendem Applaus sowie mit einhelligen Bravorufen für das Regieteam und Ovationen für die Sängerin der Katja. Ein verdienter Erfolg für das Haus, der auch für die Zukunft Großes erwarten läßt!“
(Dr. Julian Führer, ioco, 31.01.2018)
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„Katjas treuester Begleiter sind das Philharmonische Orchester und das raffiniert instrumentierte Licht von Dorothee Hoff. Es nimmt sie in den Verfolger, es malt Lichtgassen, Leuchtkegel, Streiflichter. Die gesamte Inszenierung hebt im Verlauf des zweistündigen Abends in ein visionäres Leuchten ab. Wenn sich das Gewitter entlädt, leuchtet sogar die armselige Wellblechbude im Nebel, bevor Katja ihren Ehebruch gesteht. Wenn Anna-Maria Kalesidis, zwischen Dur und Moll changierend, sich in ihrer grandiosen Schluss-Szene dem Tod entgegen singt, wogt die Wolga in Trockeneis-Wellen, durchleuchtet von einem hellen Blau. Himmlisch. Viel Applaus.“
(Siegbert Kopp, Südkurier, 29.01.2018)
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„Fabrice Bollon am Pult des Philharmonischen Orchesters zieht diesen vibrierenden Musikstrom zwischen abgrundtiefer Düsterkeit und überirdischer Verklärung ohne jeden Spannungsabfall von Anfang bis Ende durch. Und das junge Ensemble aus Gästen und fest engagierten Mitgliedern des Freiburger Opernhauses singt ohne Abstriche auf internationalem Niveau. (…) So gut kann Oper sein.“
(Lotte Thaler, SWR2, 29.01.2018)

„Die russische Sopranistin Anna-Maria Kalesidis gestaltet – als Gast – die von Janácek musikalisch eben mit so viel Herz angereicherte Partie wunderbar. Dramatisch, ohne Schärfen, zunehmend farbig. Zur Stelle ist eine Singschauspielerin, die sich bis zum Suizid durch Tabletten und Ertrinken restlos ihrer Rolle ausliefert. (…) Generalmusikdirektor Fabrice Bollon beweist, wie gut ihm Janácek liegt. Immer bleibt die der Sprache, ihrem Klang und der Folklore nahe Musik expressiv im Fluss, wird auch der Subtext feinfühlig befragt. So kann die Musik zum klingenden Spiegel dessen werden, was die handelnden Personen auf der Bühne denken, fühlen und tun. (…) Das Philharmonische Orchester präsentiert sich in bester Form.“
(Johannes Adam, Badische Zeitung, 28.01.2018)
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„Mit ihrem polarisierenden Spiel löst Sopranistin Anna-Maria Kalesidis tosende Begeisterungsstürme beim Publikum aus. (…) Sie entfaltet eine solche Ausdruckskraft, kiekst vor Wahnsinn in der einen Sekunde und schluchzt vor Schrecken in der nächsten, dass sie nichts weiter als ihre Stimme braucht, um sich von ihrer Umgebung und den anderen Figuren abzuheben.“
(Leah Biebert, klassik-begeistert.de, 28.01.2018)
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Mit Unterstützung der ExcellenceInitiative der TheaterFreunde Freiburg.