• WUT //

    Trailer //

  • WUT // Anja Schweitzer / Martin Hohner / Janna Horstmann / Marieke Kregel // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

    WUT //

    Anja Schweitzer / Martin Hohner / Janna Horstmann / Marieke Kregel //

  • WUT // Martin Hohner / Marieke Kregel / Stefanie Mrachacz / Anja Schweitzer // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

    WUT //

    Martin Hohner / Marieke Kregel / Stefanie Mrachacz / Anja Schweitzer //

  • WUT // Martin Hohner // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

    WUT //

    Martin Hohner //

  • WUT // Martin Hohner // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

    WUT //

    Martin Hohner //

  • WUT // Martin Müller-Reisinger / Anja Schweitzer / In Projektion: Martin Hohner // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

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    Martin Müller-Reisinger / Anja Schweitzer / In Projektion: Martin Hohner //

  • WUT // Victor Calero // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

    WUT //

    Victor Calero //

  • WUT // Stefanie Mrachacz / In Projektion: Anja Schweitzer // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

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    Stefanie Mrachacz / In Projektion: Anja Schweitzer //

  • WUT // Martin Hohner / In Projektion: Martin Müller-Reisinger und Hartmut Stanke // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

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    Martin Hohner / In Projektion: Martin Müller-Reisinger und Hartmut Stanke //

  • WUT // Martin Hohner / In Projektion: Hartmut Stanke // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

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    Martin Hohner / In Projektion: Hartmut Stanke //

  • WUT // Anja Schweitzer //  2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

    WUT //

    Anja Schweitzer //

  • WUT // Hartmut Stanke / Martin Müller-Reisinger / Anja Schweitzer // 2019 // Tanja Dorendorf / T + T Fotografie

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    Hartmut Stanke / Martin Müller-Reisinger / Anja Schweitzer //

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Wut

Zum letzten Mal // Elfriede Jelinek // 19.00 Uhr Einführung // Premiere am 18.10.2019 // Großes Haus

Woher kommt sie, diese namenlose Wut, die plötzlich aus Menschen heraus bricht und sich scheinbar gegen alles und jedes richten kann? Die Wut auf „die da oben“, die Wut der ausgebeuteten Völker auf den imperialistischen Westen, die Wut der abgehängten Kleinbürger auf die elitären Großbürger, aber auch die Wut auf jene Wütenden, die unsere Demokratie, unsere westliche Gesellschaft mit ihren liberalen Errungenschaften in Frage stellen! Handelt es sich dabei um eine plötzliche, narzisstische, bisweilen auch nazistische Selbstermächtigung der sich ohnmächtig Fühlenden? Kommt die Revolution plötzlich von rechts?

An- und aufgeregt von den 2015 durch Islamisten verübten Pariser Anschlägen auf einen jüdischen Supermarkt und die Redaktion der Satirezeitung Charlie Hebdo, hat die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek einen ihrer wütendsten Texte über Wut als Motor einer immensen Zerstörungskraft verfasst. Sie greift unter anderem auf Euripides’ unbekannte antike Tragödie DER RASENDE HERAKLES zurück: Dort tötet der Titelheld nach glorreicher Vollendung seiner zwölf die Menschenkräfte übersteigenden Aufgaben ohne ein erklärbares Motiv im Wahn die eigene Familie. Vielstimmig und aus wechselnden Perspektiven konfrontiert Jelinek diese mythischen Motive mit Äußerungen deutscher Wutbürger, antisemitischen Hassreden islamistischer Terroristen, aber auch ihrer eigenen Wut über ihre Ohnmacht angesichts der plötzlich anwachsenden Macht von Populisten und Demagogen.

Die mit scharfem Humor gespickten und von einem geschärften Blick geprägten Texte von Elfriede Jelinek setzen sich mit unserer Gesellschaft auf unnachahmlich politische und poetische Weise auseinander. WUT wird am Theater Freiburg von Hermann Schmidt-Rahmer inszeniert, der nicht nur, aber auch ein Jelinek- Spezialist ist, und dessen Inszenierungen RECHNITZ (Düsseldorfer Schauspielhaus, 2010) und ULRIKE MARIA STUART (Schauspiel Essen, 2011) mehrfach ausgezeichnet wurden.

Woher kommt sie, diese namenlose Wut, die plötzlich aus Menschen heraus bricht und sich scheinbar gegen alles und jedes richten kann? Die Wut auf „die da oben“, die Wut der ausgebeuteten Völker auf den imperialistischen Westen, die Wut der abgehängten Kleinbürger auf die elitären Großbürger, aber auch die Wut auf jene Wütenden, die unsere Demokratie, unsere westliche Gesellschaft mit ihren liberalen Errungenschaften in Frage stellen! Handelt es sich dabei um eine plötzliche, narzisstische, bisweilen auch nazistische Selbstermächtigung der sich ohnmächtig Fühlenden? Kommt die Revolution plötzlich von rechts?

An- und aufgeregt von den 2015 durch Islamisten verübten Pariser Anschlägen auf einen jüdischen Supermarkt und die Redaktion der Satirezeitung Charlie Hebdo, hat die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek einen ihrer wütendsten Texte über Wut als Motor einer immensen Zerstörungskraft verfasst. Sie greift unter anderem auf Euripides’ unbekannte antike Tragödie DER RASENDE HERAKLES

Abendbesetzung

English

Where does it come from – this nameless fury that makes people out of a sudden rage against seemingly everything and everyone? Motivated and agitated by the Paris attacks on a Jewish supermarket and on the editor’s rooms of satire magazine “Charlie Hebdo”, Elfriede Jelinek has written her most furious texts on rage as the driving force of vast destructive power. Directed by Jelinek expert Hermann Schmidt­Rahmer.

Pressestimmen

„Martin Höhners Höcke-Parodie ist wirklich lustig, gerade im Kontrast zum eingespielten Original-Demagogen. Auch den AfD-Ideologen und sloterdijkschen Zornzeit-Schüler Marc Jongen mit seinem Thymostraining als orientierungslose Schlaftablette per Videoeinblendung bloßzustellen, trifft den Björn-Bernd-Heute-Schow-Humor ganz gut.“
(Jürgen Reuß, Badische Zeitung, 21. Oktober 2019)
Zur vollständigen Rezension geht es hier

„Was das Ensemble aus sich herausholt, ist atemberaubend und atemraubend: Mal sieht und hört man einen wütenden Wutchor, mal entlädt sich die Wut in einer mehrminütigen Solo-Tirade. In einzelnen Kapiteln arbeitet sich das Ensemble an Terroranschlägen, Amokläufen, rechten Think Tanks und Hetzreden ab. Es wird viel gebrüllt, geschrien, geschossen und gehadert.“
(Gina Kutkat, Fudder, 22. Oktober 2019)
Zur vollständigen Rezension geht es hier

"Die Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer ist fordernd; ausdrucks-und bildstark lässt sie die Zuschauer nicht zur Ruhe kommen (so wie ein ordentlicher Wutausbruch).“
(Jenny Lippmann, szenik.eu, 25. Oktober 2019)
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„Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer und Dramaturgin Laura Ellersdorfer haben eine Textfassung mit elf Kapiteln kompiliert, die ein wilder Parcours ist von der Antike bis hin zum Völkermord von Ruanda (…).“
(Annette Hoffmann, Kultur Joker, November 2019)
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„Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer entwirft ein aufwändiges, multimediales Spektakel, das Täter- und Opferstimmen parallel montiert und Fernsehbilder von Attentaten mit Reden von Nationalisten mitsamt Fernsehkommentar vermengt. (…) die sich zwischen Satire und Ernst bewegende Inszenierung liefert mit teils großer schauspielerischer Wucht eindringliche Bilder, die beim Publikum spürbar Spuren hinterlassen.“
(Andreas Lips, FIPPS, Dezember 2019)