Vorträge / Lectures

Die praxisorientierte TANZVERMITTLUNG wird auch in dieser Spielzeit ergänzt durch spannende VORTRÄGE namhafter Tanz- und Performancewissenschaftler_innen. Darunter ein neurowissenschaftlicher WORKSHOP/VORTRAG, der auf theoretischer wie auch auf physischer Ebene das Zusammenspiel von visueller Wahrnehmung, Bewegung und Tanz vermittelt. Gemeinsame Diskussionen schließen die Veranstaltungen ab.


A focus on practice is complemented by a variety of LECTURES by renowned
dance and performance theoreticians. Among them a WORKSHOP/LECTURE on neuroscience and dance, that reveals the interaction of visual perception,
movement and dance on a theoretical as well as a physical level. A joint
discussion and questions follow the LECTURES.

  • Vortrag I / 19.10.2018 // Jörg Hauser (DE)

    Vortrag I / Lecture I // Jörg Hauser (DE)

    WOZU BRAUCHT ES EIN KOSTÜM? / WHAT DO WE NEED COSTUMES FOR?
    Fr, 19.10.2018 // 17:00 Uhr // Kammerbühne / Kostümfundus

    Jörg Hauser, Leiter des Kostüms am Theater Freiburg, widmet sich in seinem Vortrag der Entwicklung historischer und zeitgenössischer Tanzkostüme. Im Zentrum steht hier eine Begehung des Kostümfundus des Theaters Freiburg. Dabei werden die Kostüme auf ihre stofflichen Eigenschaften und ihren Einsatz beim Tanz untersucht. Welche Bereicherungen, aber auch welche Einschränkungen bringt ein Kostüm für den Tanz mit sich? Eigenschaften wie Elastizität, Waschbarkeit, Färbbarkeit, Haltbarkeit und Gewicht sind bei der Herstellung eines Kostüms nicht zu unterschätzen. Gleichzeitig sollte ein Kostüm den künstlerischen Anforderungen entsprechen, sodass Bewegungsqualitäten nicht verloren gehen, sondern hervorgehoben werden.

    Jörg Hauser is the head of the costume department at Theater Freiburg. His lecture addresses specific developments in historic and contemporary dance costumes. Theater Freiburg’s costume collections will be visited and the costumes examined in regards to their material, their qualities and their specific use in dance. How do costumes enrich the dances of the one who wears them and in what way might they also set limits and restrictions to the moving body? Properties such as elasticity, washability, dyeability, durability and weight are not to be underestimated in the production of a costume. At the same time a costume should meet the artistic requirements in order to highlight movement qualities rather than to lose them.

    In deutscher Sprache.

  • Vortrag II / 23.11.2018 // Bernhard Siebert (DE) / Eliane Beaufils (FR)

    Vortrag II / Lecture II // Bernhard Siebert (DE) / Eliane Beaufils (FR)

    1968 ENTZIFFERN. BEITRÄGE ZUM THEATER HEUTE UND VOR 50 JAHREN /
    DECODING 1968. CONTRIBUTIONS TO THE THEATRE OF TODAY AND 50 YEARS AGO
    Fr, 23.11.2018 // 18:30 Uhr // Passage 46

    2018, das bedeutet 50 Jahre 1968. Wie wird das Theater der Zeit rückblickend beurteilt, welche Gesten, Geschichten und Gestalten der Umbruchszeit finden ihren Nachhall im Heute? Theaterwissenschaftliche Beiträge ziehen Verbindungslinien zwischen Frankreich und Deutschland, zwischen Historischem und Aktuellem, zwischen Körpern und Bewegungen, um sich in einer Entzifferung von 1968 zu versuchen.

    2018 is the 50th anniversary of 1968. How can we judge theatre, in hindsight? Which gestures, stories and persons of that revolutionary time still cause reverberations today? Scholarly contributions hint at lines of connections between France and Germany, history and the present, bodies and movements, in order to decode 1968.

    In deutscher Sprache.

  • Vortrag III / 18.01.2019 // Stefan Meik (DE)

    Vortrag III / Lecture III // Stefan Meik (DE)

    TANZ BELEUCHTEN / ENLIGHTENING DANCE
    Fr, 18.01.2019 // TBA // Kammerbühne

    Stefan Meik ist Meister für Veranstaltungstechnik und verfügt über jahrelange praktische Erfahrung als Lichtdesigner im Theater-, Tanz- und Eventbereich. Er ist nach langjähriger Tätigkeit für das Theater Oberhausen nun als Leiter der Beleuchtung im Theater Freiburg tätig. In seinem Vortrag werden Ideen zur Lichtgestaltung, insbesondere bei Tanzproduktionen, theoretisch besprochen. Hierbei werden der Einfluss des Lichts auf die Wahrnehmung des Bühnengeschehens sowie planerische, technische und lichttheoretische Aspekte
    „beleuchtet“. Anmeldung bis 11.01.2019 an tanz@theater.freiburg.de

    Stefan Meik is Meister for event technology and has years of practical experiences as a light designer in the field of theater, dance and events. After a long working experience at Theater Oberhausen he now is Theater Freiburg’s head of light. In his lecture he offers an insight into ideas of light compositions on a theoretical base with a particular focus on dance performances. This way the impact of light on our awareness will be reflected from a planning, a technical and a theoretical perspective. Registration until 11.01.2019 via tanz@theater.freiburg.de

     In deutscher Sprache.

  • Vortrag IV / 01.03.2019 // Tommaso Tosato MA (IT/DE) / Dr. Adriana Almeida Pees (DE/BR)

    Vortrag IV / Lecture IV // Tommaso Tosato MA (IT/DE) / Dr. Adriana Almeida Pees (DE/BR)

    WAVES OF PERCEPTION. DANCE AS A PROCESS OF KNOWING AND LETTING KNOW
    WORKSHOP / VORTRAG // WORKSHOP / LECTURE
    Fr, 01.03.2019 // TBA // Ballettsaal

    Tommaso Tosato, MA, schreibt seine Doktorarbeit am Ernst Strungman Institute for Neuroscience in Frankfurt am Main. Sein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von visueller bewusster Wahrnehmung und Gehirnwellen. PD Dr. Adriana Almeida Pees ist die Künstlerische Leiterin und Kuratorin für Tanz am Theater Freiburg. In ihrem WORKSHOP/VORTRAG erläutern die beiden sowohl auf theoretischer als auch auf physischer Ebene das Zusammenspiel von visueller Wahrnehmung, Bewegung und Tanz. In diesem Mischformat aus Vortrag und Workshop sind alle Teilnehmer_innen dazu aufgerufen mitzumachen. Tänzerisches Talent oder Vorwissen ist dafür nicht notwendig. Anmeldung bis 22.02.2019 an tanz@theater.freiburg.de

    Tommaso Tosato, MA, is writing his PhD at the Ernst Strungman Institute for Neuroscience in Frankfurt am Main. His research focusses on visual conscious perception and brain waves. PD PhD Adriana Almeida Pees is the head of the dance department and curator at Theater Freiburg. In a mixture of lecture and workshop they will outline the interaction of visual perception, movement and dance on a theoretical as well as a physical and practical level. All participants are asked to join the movement in this WORKSHOP/LECTURE that is open to all levels. Registration until 22.02.2019 via tanz@theater.freiburg.de

    In englischer Sprache. Für alle Level. / In english language. For all levels.

  • Vortrag V / 03.05.2019 // Prof. Dr. Gerald Siegmund (DE)

    Vortrag V / 03.05.2019 // Prof. Dr. Gerald Siegmund (DE)

    JÉRÔME BEL: TANZ UND THEATER ALS KRITISCHE PRAXIS / 
    JÉRÔME BEL: DANCE AND THEATRE AS A CRITICAL PRACTICE
    Fr, 03.05.2019 // TBA // Kammerbühne

    Seit er mit seinem ersten Stück 1994 die internationale Bühne betrat, sorgen die Produktionen des französischen Choreografen Jérôme Bel bei Kritik und Publikum für Aufregung. Seine Arbeiten verstehen sich bewusst als Kritik am bestehenden System „Tanz“ und seiner institutionellen wie künstlerischen Praktiken. Dafür benutzt Jérôme Bel die Bühne als Ort der Auseinandersetzung mit den konstitutiven Elementen des zeitgenössischen Tanzes, dessen Konventionen und Normen. Der Vortrag möchte diesem kritischen Impuls anhand einiger Beispiele nachgehen. Jérôme Bels Tanzstücke erscheinen dabei als Stücke, die sich selbst aufs Spiel setzen und infrage stellen.

    Since he first entered the international dance scene as a choreographer in 1994, the work of French choreographer Jérôme Bel has met a lot of resistance from critics and audiences alike. With his work Jérôme Bel consciously adopts a critical attitude towards the system of „dance“ and its institutional and aesthetic practices. He uses the stage as a place to discuss and question the constitutive elements of contemporary dance, its protocols and norms. This talk aims at tracing this critical impulse with the help of several examples. Jérôme Bel’s dance pieces come across as pieces that risk und question themselves. 

    In deutscher Sprache.