Blickrichtung einmal umgedreht – von der Bühne ins Publikum: Wer sitzt da im Publikum? Wer ist es, der/die dem Philharmonischen Orchester zuhört? Wer sind die Menschen, die mit Stift und Papier, auch manchmal mit der Partitur im Konzert sitzen und Konzertkritiken schreiben?

 

 

Georg Rudiger (Jahrgang 1970) hat in Freiburg und Wien Musikwissenschaft, Geschichte und Germanistik studiert. Seit 2002 schreibt der Freiburger Musikjournalist über Opernaufführungen, Klassik-, Pop- und Jazzkonzerte, interessante Persönlichkeiten und kulturpolitische Themen – u.a. für die Badische Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, die neue musikzeitung und das Fono Forum. Jurymitglied in den Kritikerumfragen von Opernwelt und Die Deutsche Bühne.
Wenn er nicht den Stift gezückt hat, sitzt er im Orchester bzw. im Streichquartett am Cello oder wartet als Kopfballungeheuer im Strafraum auf eine Traumflanke.



Telefoninterview vom 02. Juni 2020. Konzertdramaturgin Helga Maria Craubner im Gespräch mit Georg Rudiger.

 

Georg Rudiger // Foto: Privat

 

 

Johannes Adam // Foto: Thomas Kunz

 

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Philharmonische Orchester in der Stadt und Region?

Das Philharmonische Orchester hat in den Jahren unter Generalmusikdirektor Fabrice Bollon sein Renommee gesteigert. Gerade bei einem GMD aus Frankreich wäre aber ein vielleicht noch stärkerer französischer Akzent wünschenswert. Ich denke da etwa an Olivier Messiaen oder Henri Dutilleux. Auf jeden Fall honorig finde ich Bollons Engagement für den in Freiburg bislang weitgehend unbekannten französischen Spätromantiker Albéric Magnard.

 

Johannes Adam wurde 1956 in Saarlouis, der heimlichen Hauptstadt des Saarlandes, geboren. Instrumentalunterricht in den Fächern Blockflöte, Akkordeon, Klavier und Orgel. Nach dem altsprachlichen Abitur Studium der Musikwissenschaft, Geschichte und Theologie in Trier und Freiburg. Musikjournalistische Tätigkeit für regionale und überregionale Tageszeitungen, Rundfunk und Fachzeitschriften. Beiträge für renommierte Musikfestivals und zahlreiche CD-Produktionen. Seit 1985 Autor der Badischen Zeitung. Dort heute Kulturredakteur.

Der Musikjournalist und BZ-Kulturredakteur Johannes Adam im Gespräch mit der Konzertdramaturgin Helga Maria Craubner

Herr Adam, warum sind Sie Musikjournalist geworden?

Musikjournalist bin ich geworden, weil da zweierlei in eins geht: meine seit Kindheitstagen vorhandene Affinität zur Zeitung und meine – wahrscheinlich angeborene – Liebe zur Musik.


Wie hat sich Ihre Arbeit seit Corona verändert und wie sieht sie jetzt aus?

Der Terminjournalismus ist komplett weggebrochen. Aus der in Freiburg oft fast nicht mehr bewältigbaren Terminfülle ist ein Terminmangel geworden. Da gilt es, sich umzuschauen und kreativ zu sein. Die Themen werden nicht mehr diktiert von den Terminen, von der Agenda. Das ist etwas Neues.

Das gesamte Interview finden Sie HIER.

____________________________________________

 

Alexander Dick ist Leiter des Kulturressors der Badischen Zeitung und Juror beim Preis der deutschen Schallplattenkritik. Mit seinen Texten über die Kultur möchte er die Menschen einladen, sich für die Kultur zu begeistern und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Als kritisch-zugewandter Beobachter und Zuhörer sitzt er seit Jahren auch in den Konzerten des Philharmonischen Orchester Freiburg.

Alexander Dick im Portrait: Ein Telefoninterview über die Kultur in Corona-Zeiten, das Zuhören und das Philharmonische Orchester Freiburg.
(Interview Helga Maria Craubner)

 

Alexander Dick // Foto: Sabine Frigge