André de Ridder

Der 1971 in Hof geborene und in Berlin aufgewachsene André de Ridder studierte sein Fach unter anderem bei Leopold Hager an der Musikhochschule Wien und bei Colin Davis an der Royal Academy of Music in London. Nach dem Studium folgten Stationen als Dirigent beim Bournemouth Symphony Orchestra, dem Hallé Orchestra Manchester, der Sinfonia Viva (ehemals East of England Orchestra) und dem Copenhagen Philharmonic Orchestra. Aktuell ist er künstlerischer Leiter des Musica Nova Festivals Helsinki, Finnlands größtem internationalen Festival für Neue Musik.

André de Ridder dirigierte Repertoire-Werke wie „Die Zauberflöte“, „Herzog Blaubarts Burg“ oder „Nixon in China“. In den vergangenen Spielzeiten hat er dabei mit Regisseuren wie Kasper Holten, Barrie Kosky, Peter Sellars, Marco Štorman und Enda Walsh an Häusern wie dem Staatstheater Stuttgart, der Finnish National Opera, der Dutch National Opera, der Irish National Opera und der Den Jyske Opera zusammen gearbeitet.

Der Dirigent gastiert regelmäßig bei Festivals wie den BBC Proms, den Holland, Sydney und Manchester International Festivals und Orchestern wie dem New York Philharmonic, dem BBC Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Orchestre symphonique de Québec, dem Orquestra Simfònica de Barcelona, Cincinnati Symphony Orchestra und dem Concertgebouworkest in Amsterdam. 2018 erhielt er für seine Arbeit als künstlerischer Kurator beim Londoner Spitalfields Festival einen „Royal Philharmonic Society Award“.

Überzeugt hat de Ridder auch im Genre Oper und Musiktheater, in dem er enge künstlerische Beziehungen zu namhaften Opernkomponisten wie Kaija Saariaho, Daníel Bjarnason oder Michel van der Aa pflegte.

2013 gründete André de Ridder das Musikerkollektiv „stargaze“, dessen Repertoire von Bach über Beethoven bis zu Avantgarde-Elektronik und zeitgenössischer klassischer Musik reicht. Das Musikerkollektiv hat mittlerweile eine breite Anhängerschaft gefunden und ist in weltweit bekannten Konzerthäusern zu Gast, darunter das Barbican Centre London, die Philharmonien Köln und Paris sowie die Hamburger Elbphilharmonie.

Der Intendant des Theater Freiburgs, Peter Carp, blickt einer künftigen Zusammenarbeit positiv entgegen: „André de Ridder steht für einen Paradigmenwechsel der gängigen musikalischen Programmatik deutscher Musiktheater und Konzerthäuser. Neben klassischen Repertoires wird die zeitgenössische Musik für ihn weiterhin ein Feld sein, dem er sich leidenschaftlich widmet. Der Freiburger Spielplan wird in Zukunft daher auch außereuropäische musikalische Terrains berücksichtigen, die in den Plänen von Orchestern und Opernhäusern bislang weniger Beachtung fanden.“

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