Variation ist hier kein Schmuck, sondern Bewegung. Gerhard Markson führt durch einen Abend, der Klang als lebendigen Prozess denkt: Johannes Brahms’ Haydn-Variationen eröffnen mit konzentrierter Energie – klare Linien, federnde Rhythmen, ein stetes Leuchten unter der Oberfläche. Musik, die sich verwandelt, ohne ihren Kern zu verlieren. Im Zentrum steht Sonja Villforth mit Gerald Finzis Klarinettenkonzert. Ihr Ton verbindet Wärme und Präsenz, Geschmeidigkeit und Profil. Die Klarinette erzählt in weiten Bögen, findet intime Farben und setzt doch markante Akzente – lyrisch, aber nie sentimental, beweglich, stets gespannt. Edward Elgars Enigma-Variationen für großes Orchester beschließen den Abend als vielschichtiges Panorama: Charaktere treten hervor, Stimmungen wechseln, Dynamiken verdichten sich. Zwischen feiner Ironie und großer Geste entsteht ein Sog, der trägt. Ein Konzert voller Kontur, Atem und klanglicher Intensität.
Johannes Brahms (1833 – 1897): Haydn-Variationen
Gerald Finzi (1901 – 1956): Klarinettenkonzert
Edward Elgar (1857 – 1934): Enigma -Variationen
Mit Werken von Johannes Brahms, Gerald Finzi und Edward Elgar
Konzert Nur am 20. Oktober 2026, Konzerthaus