Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie, um von den Göttern günstige Winde für seine Überfahrt nach Troja zu erhalten. Seine Frau Klytaimnestra rächt sich, indem sie ihn nach seiner Rückkehr aus dem Krieg tötet. Der Sohn Orestes wiederum rächt seinen Vater und wird zum Mörder der eigenen Mutter und ihres Geliebten. Nach dem Prinzip der Blutrache müsste darauf Orestes’ Tod folgen. Doch stattdessen kommt es erstmals zu einem Gericht: Unter der Leitung der Göttin Athene klagen die Rachegeister Orestes an, andere Götter verteidigen ihn. Athene
fällt das Urteil: Orestes wird freigesprochen.
Familie. Intrige. Rache. Ein blutiger Kreislauf durchzieht eines der Hauptwerke der griechischen Tragödie. Von Generation zu Generation folgt Mord auf Mord. Die antike Trilogie
Orestie erzählt nicht nur, wie es zu diesem Kreislauf der Gewalt kommt. Sie erzählt auch, wie er durchbrochen werden kann – wie Rache durch Recht und Gewalt durch Gesetz ersetzt wird. Der international renommierte Regisseur ...
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Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie, um von den Göttern günstige Winde für seine Überfahrt nach Troja zu erhalten. Seine Frau Klytaimnestra rächt sich, indem sie ihn nach seiner Rückkehr aus dem Krieg tötet. Der Sohn Orestes wiederum rächt seinen Vater und wird zum Mörder der eigenen Mutter und ihres Geliebten. Nach dem Prinzip der Blutrache müsste darauf Orestes’ Tod folgen. Doch stattdessen kommt es erstmals zu einem Gericht: Unter der Leitung der Göttin Athene klagen die Rachegeister Orestes an, andere Götter verteidigen ihn. Athene
fällt das Urteil: Orestes wird freigesprochen.
Familie. Intrige. Rache. Ein blutiger Kreislauf durchzieht eines der Hauptwerke der griechischen Tragödie. Von Generation zu Generation folgt Mord auf Mord. Die antike Trilogie
Orestie erzählt nicht nur, wie es zu diesem Kreislauf der Gewalt kommt. Sie erzählt auch, wie er durchbrochen werden kann – wie Rache durch Recht und Gewalt durch Gesetz ersetzt wird. Der international renommierte Regisseur Luk Perceval streicht die Götter aus der
Orestie und zeigt, wie der Mensch durch sein eigenes Denken zum Mörder werden kann. Seine Inszenierung fragt nach den Werten des Zusammenlebens: Kann Rache durch Vergebung ein Ende finden?
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