Charles Ferdinand Ramuz, mehrmals für den Literaturnobelpreis gehandelt und jetzt wiederentdeckt, untersucht menschliches Zusammenleben unter Extrembedingungen. Im Roman Sturz in die Sonne entwirft er 1922 ein fast prophetisches Szenario des Klimawandels: Durch einen Unfall im Gravitationssystem wird die Erde immer heißer und rast unweigerlich auf ihr Ende zu. Sein Roman Dorf im Himmel dagegen beginnt als Utopie: Bewohner* innen eines kleinen Bergdorfes steigen aus ihren Gräbern und kehren zurück in ihre Leben – ohne Schmerzen, Sorgen, Krankheit oder Tod. Doch irgendwann drohen Langeweile und Überdruss das Paradies zu zerstören. Ramuz’ Visionen erscheinen heute als Zukunftsbilder im Spannungsfeld von Utopie und Dystopie – und stellen ebenso poetisch wie dringlich existenzielle Fragen: Wofür lohnt es sich zu leben? Und wie stehen wir zu unserer eigenen Endlichkeit? In einem sprachzentrierten Doppelabend bringt Tilmann Köhler beide Romane auf die Bühne.
Nach den Romanen Sturz in die Sonne und Dorf im Himmel von Charles Ferdinand Ramuz in einer Fassung von Tilmann Köhler und Felicitas Zürcher. Produktion von Bühnen Bern zu Gast am Theater Freiburg
Schauspiel Ab 8. Mai 2027, Kleines Haus
Im Rahmen von X-CHANGE kommt Ewige Sonne von Bühnen Bern ans Theater Freiburg. Unsere Produktion Moby Dick oder der Wal gastiert dafür in Bern.