Behaupte dich, halte dich selbst und halte die Deinen. In seinem Langgedicht
Hold Your Own durchleuchtet der Spoken-Word-Künstler, Lyriker und Rapper Kae Tempest die Bedeutung von Selbstbehauptung in einer Welt, die Eindeutigkeit verlangt. Teiresias, der blinde Seher aus der griechischen Mythologie, dient Kae Tempest als Metapher:
Er ist blind und sehend, jung und alt, menschlich und göttlich – Mann und Frau. Auf radikal heutige und politische Weise zeigt die Figur, dass Identität und Körperlichkeit nicht starr sind, sondern sich ständig wandeln. Kae Tempest verortet diese besondere Figur in den Mythologien unserer Gegenwart und fragt: Was heißt es, sich in einer Zeit zu behaupten, in der Körper von eindeutigen Zuschreibungen eingezwängt werden? Wie sich selbst treu bleiben in einer Gesellschaft, die in starren Kategorien denkt?
Andy Zondag bringt das Langgedicht von Kae Tempest als Choreografie zwischen Sprache und Bewegung auf die Bühne. Für das Ensemble wird
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Behaupte dich, halte dich selbst und halte die Deinen. In seinem Langgedicht
Hold Your Own durchleuchtet der Spoken-Word-Künstler, Lyriker und Rapper Kae Tempest die Bedeutung von Selbstbehauptung in einer Welt, die Eindeutigkeit verlangt. Teiresias, der blinde Seher aus der griechischen Mythologie, dient Kae Tempest als Metapher:
Er ist blind und sehend, jung und alt, menschlich und göttlich – Mann und Frau. Auf radikal heutige und politische Weise zeigt die Figur, dass Identität und Körperlichkeit nicht starr sind, sondern sich ständig wandeln. Kae Tempest verortet diese besondere Figur in den Mythologien unserer Gegenwart und fragt: Was heißt es, sich in einer Zeit zu behaupten, in der Körper von eindeutigen Zuschreibungen eingezwängt werden? Wie sich selbst treu bleiben in einer Gesellschaft, die in starren Kategorien denkt?
Andy Zondag bringt das Langgedicht von Kae Tempest als Choreografie zwischen Sprache und Bewegung auf die Bühne. Für das Ensemble wird
Hold Your Own zum Ausgangspunkt, den Resonanzraum zwischen Text und Körpern zu erkunden. Wie lassen sich Zuschreibungen verschieben? Wie lässt sich das Dazwischen aushalten? Welche Taktiken des Widerstands gegen Vereinzelung gibt es? Ein künstlerischer Versuch gegen das Entweder-Oder und für ein Sowohl-Als-Auch – und eine Feier der Zwischenräume.
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