1945, die Tiroler Alpen. Kälte. Schnee. Fred Mayer springt mit einem Fallschirm hinter die feindlichen Linien ab. Getarnt als deutscher Offizier bewegt er sich auf dünnem Eis. Er sammelt Informationen, er verhandelt. Dann der Verrat: Gefangenschaft und Folter. Doch Fred Mayer überlebt. Eine Biografie zwischen Agententhriller und historischer Realität. Die Hausregisseurin Lena Reißner nimmt die Geschichte von Fred Mayer zum Ausgangspunkt für eine tiefere Frage: Was heißt Befreiung eigentlich? Wovon befreien: von politischen Systemen, von nationalistischen Ideen oder von Geschichten über „unser” Vaterland?
Der Abend legt die Verführungskraft von Heldengeschichten, Spionagefantasien und nationalem Pathos offen. Welche Bilder von Männlichkeit, Loyalität und Zugehörigkeit wirken darin bis heute fort – und warum halten sie sich so hartnäckig?