Richard Strauss’ sinfonische Dichtung
Tod und Verklärung eröffnet das
4. Sinfoniekonzert als existenzielles Drama in Tönen: ein pochender Beginn, zerrissene Motive, aufbäumende Steigerungen. Aus dem Ringen des Körpers wächst Vision – bis sich das Verklärungsthema in strahlender Weite erhebt. Strauss formt den Übergang vom Irdischen ins Transzendente mit leuchtender Orchesterfarbe und suggestiver Kraft.
Alban Bergs Violinkonzert
Dem Andenken eines Engels führt diesen Gedanken weiter – persönlicher, zerbrechlicher. Die Solovioline tastet, singt, klagt. Tanzrhythmen kippen ins Fragile, Zwölftonreihen öffnen sich zum Choral. Am Ende steht kein Pathos, sondern ein stilles, inniges Aufscheinen von Trost.
Mit Schönbergs Komposition
Verklärte Nacht – 1899 als Streichsextett entstanden, 1917 in einer Fassung für Streichorchester revidiert – weitet sich der Klangraum noch einmal: spätromantische Dichte, glühende Chromatik, ein Strom aus Spannung und Erlösung. Die Fünf ...
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Richard Strauss’ sinfonische Dichtung
Tod und Verklärung eröffnet das
4. Sinfoniekonzert als existenzielles Drama in Tönen: ein pochender Beginn, zerrissene Motive, aufbäumende Steigerungen. Aus dem Ringen des Körpers wächst Vision – bis sich das Verklärungsthema in strahlender Weite erhebt. Strauss formt den Übergang vom Irdischen ins Transzendente mit leuchtender Orchesterfarbe und suggestiver Kraft.
Alban Bergs Violinkonzert
Dem Andenken eines Engels führt diesen Gedanken weiter – persönlicher, zerbrechlicher. Die Solovioline tastet, singt, klagt. Tanzrhythmen kippen ins Fragile, Zwölftonreihen öffnen sich zum Choral. Am Ende steht kein Pathos, sondern ein stilles, inniges Aufscheinen von Trost.
Mit Schönbergs Komposition
Verklärte Nacht – 1899 als Streichsextett entstanden, 1917 in einer Fassung für Streichorchester revidiert – weitet sich der Klangraum noch einmal: spätromantische Dichte, glühende Chromatik, ein Strom aus Spannung und Erlösung. Die Fünf Orchesterstücke schließlich konzentrieren alles auf reine Wahrnehmung – flirrende Farben, abrupte Kontraste, Musik als seismografisches Erfassen innerer Zustände. Ein Abend zwischen Aufbruch, Erinnerung und Verwandlung. Ein Best-Of von Spätromantik und Zweiter Wiener Schule kurz vor der Freiburger Premiere von
Moses und Aron.
Richard Strauss (1864 – 1949):
Tod und Verklärung
Alban Berg (1885 – 1935):
Dem Andenken eines Engels (Violinkonzert)
Arnold Schönberg (1874 – 1951):
Verklärte Nacht
Arnold Schönberg:
Fünf Orchesterstücke weniger lesen