Die Bühne raucht, der Teppich ist ausgerollt, die Hexen sind vereint: Wo nichts mehr wächst, dort treffen sie Macbeth. Sie prophezeien dem tapferen Krieger einen immer höheren Rang – bis hin zur Krone Schottlands. Verführt von den Wahrsagungen beginnt der mörderische Aufstieg von Macbeth und Lady Macbeth, bis sich das Blut nicht mehr von ihren Händen waschen lässt. Mit seiner kürzesten Tragödie von 1606 schuf William Shakespeare das berühmteste Tyrannenpaar der Weltliteratur. Ihre Geschichte ist zeitlos: Wer die Macht an sich reißt, wird schließlich von ihr selbst zerrissen.
Die Hexen, die in Shakespeares Tragödie das Schicksal verkünden, werden in Tristan Linders Inszenierung zu Wesen der ständigen Verwandlung. Aus Neugier auf das Menschsein schlüpfen sie mit Spielfreude, Ernst und Komik in die Figuren hinein, durchleben ihre Sehnsüchte, ihre Grausamkeit und ihre Verletzlichkeit. Sie spielen das Lied von Macht und Mist, von Leben und Tod – und stellen die Frage, die über Macbeth hinausweist: Muss ich mich verhärten, um die Wirklichkeit auszuhalten? Wozu ist der Mensch fähig, und wie weit kann er gehen?
Unser Vermittlungsteam empfiehlt diese Inszenierung ab 16 Jahren.
Sensorische Reize: Sound-Effekte (Vocoder Effekt) & mehrmaliges, ansteigendes Klopfen & Telefonklingel, plötzliche Lichtwechsel & grelles, blendendes Licht (Taschenlampe), Dunkelheit, Nebel; Ensemble betritt den Zuschauer*innenraum, Ensemble interagiert mit dem Publikum & das Publikum darf auf die Bühne, Kunstblut, Schwerter und Dolche.
Sensible Inhalte: Thematisierung von Angststörungen/Angst, Mord/ Mörder, Suizid, Tod, Hexen/ Wahrsagung
Wenn es Fragen zu den jeweiligen Reizen oder sensiblen Inhalten gibt oder etwas fehlt, meldet euch gerne bei uns:
inklusion@theater.freiburg.de Schauspiel nach William Shakespeare. Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Regie: Tristan Linder, Bühne und Kostüme: Lena Rickenstorf, Musik: Alexander R. Schweiß, Dramaturgie: Elif Zengin, Abendspielleitung: Amelie Wyss, Ausstattungsassistenz: Qian Qin,
Mit: Nadine Geyersbach, Stefanie Mrachacz, Laura Palacios, Henry Meyer, Schauspiel Deutsch von Angela Schanelec. Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, keine Pause
Ab 2. Oktober 2026, Kleines Haus