Arnold Schönbergs Oper Moses und Aron leitet vor dem Hintergrund eigener antisemitischer Erfahrungen einen Vorschlag für ein Miteinander ohne Feindbilder aus dem Alten Testament ab. Auf der Suche nach Gott folgt das Volk den Brüdern Moses und Aron. Aron spricht aus, was Moses nicht in Worte fassen kann. Moses wirft Aron aber vor, den reinen Gedanken durch das Wort zu verfälschen. Am Ende löst diesen Konflikt nur das Leben in der Wüste als Ort der Wunschlosigkeit. Hier kann der Mensch frei sein von allem, was ihn an die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen bindet.
Die Theater Basel und Freiburg bringen gemeinsam dieses Meisterwerk des 20. Jahrhunderts mit den Chören beider Theater auf die Bühne. Felix Rothenhäusler und Benedikt von Peter zeigen auf der Suche nach Gemeinschaft ein Musiktheater an den Grenzübergängen unserer Zeit: mehr „wir“ als „wir und die anderen“.
Oper in drei Akten von Arnold Schönberg. Auf Deutsch mit Übertiteln, gemeinsame Produktion mit dem Theater Basel
Musiktheater Ab 13. März 2027
(Premiere in Basel am 3. Oktober 2026), Großes Haus
In Zusammenarbeit mit der Universität Basel, der Universität Freiburg, dem Jüdischen Museum der Schweiz, dem Mizmorim Kammermusik Festival, dem Stadtkino Basel, dem Kommunalen Kino Freiburg und dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg. Gefördert von TheaterFreunde Freiburg e. V. & der Baden-Württemberg Stiftung.