Kleines Haus

120 Minuten für Belarus

Zwei Jahre nachdem Freiburg Belarus kennenlernte. Wir blicken zurück und nach vorne.

Wer spricht noch von Belarus? Wir vom Theater Freiburg. Zwei Jahre nach unserer Veranstaltung mit Film, Musik und Diskussion vor vollbesetztem Haus machen wir das mittlerweile wieder vergessene und vernachlässigte Land zum Thema einer neuen Veranstaltung.

Hunderttausende Belaruss_innen haben nach den historischen Protesten im Jahr 2020 mittlerweile ihre Heimat verlassen – aus Angst vor Repression und Verfolgung. Das Regime von Alexander Lukaschenko geht mit unvermittelter Härte weiterhin gegen die eigenen Bürger_innen vor, auch Medien und Kultur sind außer Landes getrieben worden. Zehntausende wurden zu Opfern der staatlichen Repressionsmaschine, viele wurden zu drakonischen Haftstrafen verurteilt, über 1600 politische Gefangene befinden sich nach wie vor in Haft, von vielen bekannten Oppositionellen wie von Maria Kalesnikawa oder Mikola Statkewitsch gibt es seit vielen Monaten kein Lebenszeichen. Die Abhängigkeit zu Russland, das einen grausamen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, ist bedrohlich gewachsen, so sehr, dass die Unabhängigkeit von Belarus in Gefahr ist.

Ist alles düster und hoffnungslos oder gibt es auch Hoffnung für Belarus? Was ist aus dem gesellschaftspolitischen Impuls passiert, den die Proteste damals ausgelöst haben? Wie ist die Stimmung im Land? Wie positionieren sich die Belaruss_innen im Krieg Russlands? Wie organisieren sie sich im Exil? Wie verarbeiten Literatur und Musik die Ereignisse und Entwicklungen und helfen, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Solidarität zu stärken?

Wir haben uns Gäste eingeladen, mit denen wir in 120 Minuten über diese und andere Fragen sprechen werden, die uns Literatur, Poesie und Musik aus Belarus vorstellen und die zeigen werden, wie quicklebendig und agil die belarussische Kulturlandschaft und Zivilgesellschaft nach wie vor sind.

Unsere Gäste sind die belarussische Musiklegende Lavon Volski, der Schriftsteller Alhierd Bacharevič, dessen Epos HUNDE EUROPAS gerade auf Deutsch erschienen ist, die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin Julia Cimafiejeva, der Freiburger Slawist Heinrich Kirschbaum, der sich in dem Buch REVOLUTION DER GEDULD mit den Ereignissen im Jahr 2020 auseinandersetzt, und Ina Valitskaya, die sich in München als Aktivistin bei Razam für die belarussische Zivilgesellschaft und Kultur engagiert. Durch den Abend führt der bekannte Belarus-Experte Ingo Petz.

Wer spricht noch von Belarus? Wir vom Theater Freiburg. Zwei Jahre nach unserer Veranstaltung mit Film, Musik und Diskussion vor vollbesetztem Haus machen wir das mittlerweile wieder vergessene und vernachlässigte Land zum Thema einer neuen Veranstaltung.

Hunderttausende Belaruss_innen haben nach den historischen Protesten im Jahr 2020 mittlerweile ihre Heimat verlassen – aus Angst vor Repression und Verfolgung. Das Regime von Alexander Lukaschenko geht mit unvermittelter Härte weiterhin gegen die eigenen Bürger_innen vor, auch Medien und Kultur sind außer Landes getrieben worden. Zehntausende wurden zu Opfern der staatlichen Repressionsmaschine, viele wurden zu drakonischen Haftstrafen verurteilt, über 1600 politische Gefangene befinden sich nach wie vor in Haft, von vielen bekannten Oppositionellen wie von Maria Kalesnikawa oder Mikola Statkewitsch gibt es seit vielen Monaten kein Lebenszeichen. Die Abhängigkeit zu Russland, das einen grausamen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt ...