• 3. KAMMERKONZERT // Varnhagen-Trio Albrecht Dammeyer (Klavier) / Katrin Köhler (Violine) / Antoine Billet (Violoncello) // 2019 // Theater Freiburg

    3. KAMMERKONZERT //

    Varnhagen-Trio Albrecht Dammeyer (Klavier) / Katrin Köhler (Violine) / Antoine Billet (Violoncello) //

3. Kammerkonzert

Mit Werken von Joachim Raff, Hans Werner Henze & Felix Mendelssohn Bartholdy // Winterer-Foyer

Joachim Raff: Klaviertrio Nr. 2 G-Dur op. 112
Hans Werner Henze: Adagio adagio. Serenade für Violine, Violoncello und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio c-Moll op. 66

Varnhagen-Trio

Albrecht Dammeyer (Klavier)
Katrin Köhler (Violine)
Antoine Billet (Violoncello)


Tönend bewegte Form: Mendelssohn – Raff – Henze

Joachim Raff? Seinerzeit: ein Komponist höchsten Ranges. Heute: ein Mal-Gehört-Name, der vage in die Schublade LISZT-SCHÜLER und NEUDEUTSCHE SCHULE einsortiert wird. Allerdings wurde der Schweizer Raff zunächst von Felix Mendelssohn Bartholdy gefördert und geprägt, und dieser Einfluss ist in Raffs G-Dur-Trio kaum zu überhören. Besonders in der Choralapotheose des Finales ist das Vorbild des Mendelssohnschen C-Moll-Trios offensichtlich. Aber auch in der klassizistischen Klarheit der Form einerseits, zum anderen in den wunderbaren Melodien zumal des ersten und dritten Satzes steht Raff seinem Mentor in nichts nach: Eduard Hanslicks Formel von der 'tönend bewegten Form' beschreibt beider Musik überaus treffend. – Auch Henzes über 100 Jahre neuerer Triosatz steht ganz in dieser Tradition: gegen alle Konventionen der 'Neuen Musik' in den Jahrzehnten nach 1945 wagt Henze geradezu provozierende Schönheit.

Joachim Raff: Klaviertrio Nr. 2 G-Dur op. 112
Hans Werner Henze: Adagio adagio. Serenade für Violine, Violoncello und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio c-Moll op. 66

Varnhagen-Trio

Albrecht Dammeyer (Klavier)
Katrin Köhler (Violine)
Antoine Billet (Violoncello)


Tönend bewegte Form: Mendelssohn – Raff – Henze

Joachim Raff? Seinerzeit: ein Komponist höchsten Ranges. Heute: ein Mal-Gehört-Name, der vage in die Schublade LISZT-SCHÜLER und NEUDEUTSCHE SCHULE einsortiert wird. Allerdings wurde der Schweizer Raff zunächst von Felix Mendelssohn Bartholdy gefördert und geprägt, und dieser Einfluss ist in Raffs G-Dur-Trio kaum zu überhören. Besonders in der Choralapotheose des Finales ist das Vorbild des Mendelssohnschen C-Moll-Trios offensichtlich. Aber auch in der klassizistischen Klarheit der Form einerseits, zum anderen in den wunderbaren Melodien zumal des ersten und dritten Satzes steht Raff seinem Mentor in nichts nach: Eduard Hanslicks Formel von der 'tönend bewegten