• The Waves //  2018 // Foto: Jose Caldeira

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The Waves (vorheriger Titel: From Within)

Noé Soulier (Frankreich) // Koproduktion Theater Freiburg // Fokus Frankreich // 10.05.2019 // Kleines Haus

Kontinuität kann man bei Noé Soulier groß schreiben. Seine jüngste Kreation untersucht verschiedenste Wege, wie Gesten andere Bewegungen suggerieren können und verfolgt eine langjährige Recherche, die bereits in älteren Arbeiten ihren Wurzeln hat. Zusammen mit sechs Tänzer_innen wird in THE WAVES untersucht, wie sich eine Bewegung auf eine andere beziehen kann: Symbole, Andeutungen, Vorschläge, Schemen, Skizzen, Kommentare, Erklärungen, experimentelle Korrespondenzen. Die Gesten, an denen Choreograf und Gruppe arbeiten, sind bewusst immer unvollständig. Noé Soulier zufolge kann nur so ein plötzlicher Richtungswechsel, ein verschobener Blick des Performers, die Bemühung den Impuls des vorangegangenen Moments umzulenken, oder die eigene Balance aufrechtzuerhalten, eine physische oder psychologische Erinnerung in den Körpern der Zuschauenden hervorrufen.

Ungewöhnlich ist der kompositorische Aufbau der Arbeit, der sie Abend für Abend neu zusammensetzt. Improvisation mit festgelegtem Bewegungsmaterial und vereinfachten Regeln ermöglichen den Tänzer_innen, Entscheidungen von einem Moment zum anderen in Echtzeit zu treffen: Plötzlich schließen sie sich der Choreografie eines_r anderen Tänzers_in an, veranlassen einen Kanon, setzen einen Kontrapunkt zum Bewegungsmaterial, unterbrechen die bereits existierende Bewegungsphrase oder organisieren sie neu, halten an oder ändern ihre Richtung. Die Bewegungskomposition wird so von innen anstatt von außen choreografiert. Da alle Bewegungsabläufe definiert sind, sind die vielfachen Entscheidungen der Tänzer_innen für die Zuschauenden ersichtlich, die so ihren Blick auf den Nachvollzug dieser organischen Komplexität lenken können.

Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA.

Kontinuität kann man bei Noé Soulier groß schreiben. Seine jüngste Kreation untersucht verschiedenste Wege, wie Gesten andere Bewegungen suggerieren können und verfolgt eine langjährige Recherche, die bereits in älteren Arbeiten ihren Wurzeln hat. Zusammen mit sechs Tänzer_innen wird in THE WAVES untersucht, wie sich eine Bewegung auf eine andere beziehen kann: Symbole, Andeutungen, Vorschläge, Schemen, Skizzen, Kommentare, Erklärungen, experimentelle Korrespondenzen. Die Gesten, an denen Choreograf und Gruppe arbeiten, sind bewusst immer unvollständig. Noé Soulier zufolge kann nur so ein plötzlicher Richtungswechsel, ein verschobener Blick des Performers, die Bemühung den Impuls des vorangegangenen Moments umzulenken, oder die eigene Balance aufrechtzuerhalten, eine physische oder psychologische Erinnerung in den Körpern der Zuschauenden hervorrufen.

Ungewöhnlich ist der kompositorische Aufbau der Arbeit, der sie Abend für Abend neu zusammensetzt. Improvisation mit festgelegtem Bewegungsmaterial

Mitwirkende

Choreografie Noé Soulier Musik Tom de Cock, Gerrit Nulens, Noé Soulier Mit Yumiko Funaya, Anna Massoni, Stephanie Amurao, Nans Pierson, Meleat Fredrikson, Lucas Bassereau

English

Noé Soulier’s works are embedded in a flow of continuation. His creations derive from one another. Together with six dancers his latest piece FROM WITHIN explores various ways in which gestures can suggest or refer to other movements: symbols, hints, suggestions, schemata, sketches, comments, explanations, experimental correspondences. The gestures Noé Soulier and his dancers work on are always consciously incomplete. They point to something beyond themselves allowing for them to activate the audience’s own bodily memory and all its physical and psychological experiences associated with these movements: A sudden change of direction, a shift in the gaze of the performer, the effort to divert the momentum from a previous moment or a slight tremor in one’s balance.

The particularity of Noé Souliers work lies in its compositional structure, which is generated through improvisations. The precisely set movement material is played with in improvisations, enabling the dancers to construct the work in real time. They suddenly decide to follow another dancer’s choreography, transform their collective dance into a canon, interrupt a phrase of movement, create counter-points or adjust their directions once more. The choreography is generated from the inside instead of being composed from the outside. Through these principles of construction, Noé Soulier allows for his audience to join and trace the organic complexity of his creation.

Eine Produktion von ND Productions Paris in Koproduktion mit Theater Freiburg, Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer Berlin, Chaillot - Théâtre national de la Danse Paris, Festival d’Automne à Paris, CND Centre national de la danse Pantin, La Place de la Danse – CDCN Toulouse / Occitanie, Opéra de Lille, Teatro Municipal do Porto, Kaaitheater Brussel, PACT Zollverein. Mit freundlicher Unterstützung von Direction Régionale des Affaires Culturelles d’Île-de-France – Ministère de la Culture et de la Communication au titre de l’aide à la structuration. Noé Soulier ist artiste associé von 2016 bis 2018 bei CDCN Toulouse / Occitanie. Noé Soulier ist artiste associé bei CN D Centre national de la danse. Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA.