BESUCHERGEMEINSCHAFTEN

 

Die Besuchergemeinschaften am Theater Freiburg
Spielzeit 2022/2023 // 73. Saison

 

Nach über zwei Jahren Corona-Einschränkungen mit eingeschränktem Angebot bietet das Theater Freiburg wieder ein umfangreiches Programm für Besuchergruppen aus dem Freiburger Umland in der mittlerweile 73. Saison der Besuchergemeinschaften.

Organisiert von Vertrauensstellen vor Ort können Sie unkompliziert und bequem wichtige Produktionen im Großen Haus des Theater Freiburg erleben: allein, zu zweit, oder in der Gruppe. Schließen Sie sich der Besuchergemeinschaft in Ihrer Nähe an – es gibt knapp 40 Kontaktstellen in der Region. Wenn Sie lieber unabhängig sein wollen, reisen Sie individuell an und profitieren dennoch von unseren Umland-Abo-Vorteilen.

Zahlreiche Vertrauensstellen organisieren komfortable Busfahrten und bieten kompetente Informationen zu den verschiedenen Aufführungen, unter anderem mit Informations-Abenden im Juni und Juli 2022 vor Ort zum Programm der Spielzeit 2022/2023.

Eine Übersicht der Kontaktstellen in Ihrer Nähe finden Sie HIER.
Oder erfragen Sie Informationen zu Terminen, Preisen und der Kontaktstelle in Ihrer Nähe bei:

Günter Daubenberger
Theater Freiburg
Tel. 0761 201 28 52 / Fax 0761 201 28 98
Mail: guenter.daubenberger@theater.freiburg.de

 

PROGRAMM

 

DER FREISCHÜTZ

Oper von Carl Maria von Weber

Wem ist noch zu trauen, wenn auf dem Weg zur Opernaufführung ein Reisebus in den dunklen Wald abbiegt und die Bäume Funksignale austauschen? Wer ist Chorsänger, wer Solist? Was ist Requisit, was Schusswaffe? Sicher ist, dass DER FREISCHÜTZ den Bechdel-Testnicht bestehen würde.Und um Mitternacht öffnen sich die Pforten der Hölle! Denn die Musik Carl Maria von Webers hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.Das Performancekollektiv SHOWCASE BEAT LE MOT adaptiert die große romantische Oper und die Kraft der Musik vor dem Hintergrund von sich radikalisierenden Gruppendynamiken und Geschlechterrollen.

Musikalische Leitung: Ektoras Tartanis // Regie: Showcase Beat Le Mot
Premiere: So, 02.10.2022

 

DER TRAFIKANT

Schauspiel nach dem Roman von Robert Seethaler

Wien, 1937: Franz Huchel, ein 17-jähriger Bub vom Land, zieht vom idyllischen Attersee in die Großstadt. Für ihn beginnt ein neues Leben als Lehrling in Otto TrsnjeksTabaktrafik. Dabei lernt er nicht nur den Stammkunden Sigmund Freud und seine erste Liebe kennen, sondern beginnt zu begreifen, welcher politische Wandel sich um ihn herum vollzieht. Im März 1938 wird Österreich ans Deutsche Reich „angeschlossen“ und Franz muss sehr schnell erwachsen werden ...

Regie Eike Weinreich
Wiederaufnahme: So, 25.09.2022

DIE SCHNEEKÖNIGIN

Märchen nach Hans Christian Andersen

Oh je! Gerdas bester Freund Kai ist von der Schneekönigin in ihren Eispalast entführt worden. Er soll ihren Zauberspiegel wieder zusammensetzen, damit es für immer und ewig ruhig und eisig wird auf der Welt. Aber nicht mit Gerda! Sofort macht sie sich auf, um ihren Freund zu befreien. Ihr begegnen Schmetterlinge, Raben, Räuber und nicht zuletzt die anderen Herrscherinnen über die Jahreszeiten. Und auch ein Eisbär ist ihr auf den Fersen.Nachdem uns Regisseur Michael Schachermaier 2017 in die Unterwasserwelt von DIE KLEINE MEERJUNGFRAU entführte, widmet er sich jetzt dem frostigen Reich von Andersens SCHNEEKÖNIGIN.

Regie: Michael Schachermaier
Premiere: So, 06.11.202022
Zusatzvorstellung: So, 18.12.2022

PROFESSOR BERNHARDI

Schauspiel nach Arthur Schnitzler

Um einer im Sterben liegenden Patientin einen angstfreien Tod zu ermöglichen, verweigert der jüdische Arzt Dr. Bernhardi einem katholischen Priester, ihr die letzten Sakramente zu erteilen. Bernhardis Widersacher in Ärzteschaft und Politik bauschen den Vorfall auf und versuchen, persönlichen und politischen Nutzen daraus zu ziehen. Und so bricht ein antisemitischer Shitstorm über den Arzt herein ...Die iranische Autorin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani adaptieren Arthur Schnitzlers brillante und intelligente „Komödie“ ins Hier und Heute.

Regie: Amir Reza Koohestani
Premiere: Sa, 22.10.2022

MACBETH

Oper von Giuseppe Verdi

Verdi ist Großes gelungen. Sein musikalisiertes Königspaar stemmt sich verzweifelt gegen die psychische Zersetzung: Macbeth, der Königsmörder, findet nach seiner Tat keine ruhige Minute mehr und auch die Lady, die mit der vermeintlich robusteren Psyche als Antreiberin aktiv ist, erliegt der Schwere der gemeinsamen Vergehen. Verdis musikalischer Bezugspunkt ist dabei das delirierende Irrlichtern des szenischen Augenblicks. Andriy Zholdak hat aktuell von all seinen Inszenierungen in Russland seinen Namen zurück gezogen und kehrt nach seinem großen Erfolg mit Pergolesis STABAT MATER in der vergangenen Saison nun zurück ans Theater Freiburg. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Katastrophe für dieses Land, für so viele Menschen, für die Freiheit, für die Kunst und für Künstler wie Andriy Zholdak, widmet er sich nun der Verdi-Vertonung. Dem Morden von Lord und Lady kann jedoch auch er keinen Einhalt gebieten. Ihr Verhalten ist zwanghaft geworden. Und also geht es weiter und weiter. Nur die Nacht steht still -und verweigert das Aufwachen aus der Höllenpein.

Musikalische Leitung: Ektoras Tartanis //
Regie: Andriy Zholdak
Wiederaufnahme: Sa, 08.10.2022

WOZZECK

Oper von Alban Berg

Wozzeck hat Angst. Allzu freimütig berichtet er von seinen düsteren Visionen, von Inferno, Tod und Weltuntergang. Nur zu verständlich, dass seine Gegenüber verstört und abweisend reagieren? Einen Halt können auch sie nicht bieten. Niemand kann das. Denn Wozzecks Angst ist auch unsere Angst: die untergründige Angst vor dem Absturz ins Bodenlose. Die perfekte Metapher für sein Inneres ist das freie Feld, auf dem er zu Beginn der Oper seine Visionen durchlebt. Es ist Sinnbild für das Ungeschützte. Für Wozzeck beginnt es unmittelbar vor der Wohnungstür. Und dahinter? Dort empfängt seine Marie den Tambourmajor. Mit Alban Bergs WOZZECK stellt sich der neue Generalmusikdirektor André de Ridder zum ersten Mal seinem Publikum vor. Regie führt Marco Štorman, den André de Ridder unter anderem aus intensiven Zusammenarbeiten am Staatstheater Stuttgart kennen und schätzen gelernt hat.

Musikalische Leitung: André de Ridder //
Regie: Marco Štorman
Premiere: Sa, 26.11.2022

MARNIE

Oper von Nico Muhly

Die attraktive Marnie Edgar verfügt über Phantasie und manipulatives Geschick, wenn es darum geht, wieder mal unter falschem Namen einen neuen Job anzutreten, ihrem Arbeitgeber viel Geld zu stehlen, um dann spurlos wieder zu verschwinden. Aber die schöne Diebin wird von den dunklen Geheimnissen ihrer Psyche ins Straucheln und schließlich zu Fall gebracht.  Marnie pokerte sich bereits durch einige Genres: zuerst im Roman von Winston Graham, 1964 dann in einer legendären Hitchcock-Verfilmung und 2017 schließlich in der Oper des US-amerikanischen Komponisten Nico Muhly. Intendant Peter Carp und Freiburgs neuer Generalmusikdirektor André de Ridder bringen in ihrer ersten Zusammenarbeit diesen Opern-Thriller in Nico Muhlys suggestiv packendem Musikdrama auf die Bühne.

Musikalische Leitung: André de Ridder //
Regie: Peter Carp
Premiere: Sa,14.01.2023

WAS IHR WOLLT

Schauspiel nach William Shakespeare

In Shakespeares berühmter Liebeskomödie ist nichts wie es scheint und niemand das, was er oder sie vorgibt zu sein: Viola verkleidet sich als Cesario und verliebt sich in Orsino. Der wiederum liebt Olivia, die sich ihrerseits in Cesario verliebt. Als Violas verschollen geglaubter Zwillingsbruder auftaucht, sind alle vollends verwirrt ... Shakespeare dreht, wendet und verkehrt in WAS IHR WOLLT lustvoll die Geschlechterrollen und Identitäten. Vor dem Hintergrund aktueller Genderdebatten fragt Lydia Bunk, Regisseurin der erfolgreichen Inszenierung HEDDA GABLER: Liebt es sich nicht am freiesten jenseits der Geschlechterschubladen und Genderlabels

Regie: Lydia Bunk
Premiere: Sa, 11.02.2023

RUSALKA

Oper von Antonín Dvorák

Nachdem das Elementarwesen Rusalka ihre Stimme gegen eine menschliche Seele eingetauscht hat, um dem Geliebten wesensnah zu sein, werden sich die Wassernixe und der Prinz fremder und fremder. Auch Seelen können sprechen, doch Rusalkas kann der Prinz nicht verstehen. Und so ist Rusalka stummer als stumm –bis auf die Arien, die aus der Tiefe einer anderen Welt in ihrem Innern tönen. Am Ende erhebt sich Rusalka irrlichternd über den See. Doch gerade das Irrlicht ist für den Prinzen zum Fixstern geworden –in einem lyrischen Märchen über tödliche Nähe und einen Abstand, der ebenso tötet.

Musikalische Leitung: Ektoras Tartanis
Regie: Kateryna Sokolova
Premiere: Sa, 11.03.2023

DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG

Schauspiel nach William Shakespeare

Der Geschäftsmann Baptista hat zwei Töchter: Die sanfte, zarte Bianca und die widerspenstige, eigensinnige Katharina. Den zahlreichen Freiern von Bianca stellt der Vater eine Bedingung: Erst muss die ältere Tochter Katharina unter die Haube, bevor die jüngere Bianca heiraten darf. Doch da ist der Haken: Katharina denkt nicht daran, sich einem Mann zu unterwerfen. Die polnische Regisseurin und FAUST-Preisträgerin Ewelina Marciniak setzt der misogynen Shakespare-Komödie eine weibliche, feministische Perspektive entgegen: Was würden die beiden Schwestern heute sagen?

Regie: Ewelina Marciniak
Premiere: Sa, 01.04.2023

DIE DREIGROSCHENOPER

Musiktheater von Kurt Weill & Bertolt Brecht

Von der „Moritat von Mackie Messer“ über den „Kanonensong“, der „Ballade der Seeräuber-Jenny“, der „Zuhälterballade“ bis zum „Eifersuchtsduett“: Nie zuvor und nie mehr danach wurde Kapitalismus- und Gesellschaftskritik in so wunderbare Musik verpackt wie bei Brecht-Weills DREIGROSCHENOPER. Seit der Uraufführung 1928 wirkt der aufregende Mix aus dem Berlin der 1920er Jahre, Brechts Epischem Theater, Weills musikalischem Clash von Jazz und Operette elektrisierend. Ja: Der Mond schein weiterhin über Soho, Soldaten wohnen auch heute wieder auf den Kanonen und der Haifisch hat immer noch sehr scharfe Zähne!

Musikalische Leitung: N.N. // Regie N.N.
Premiere: Sa, 13.05.2023

 

Besuchergemeinschaften finden Sie in:
Bad Krozingen, Bad Säckingen, Binzen, Bötzingen, Bräunlingen, Breisach, Buchenbach, Denzlingen, Donaueschingen, Eisenbach, Elzach, Emmendingen, Endingen, Freiamt, Freiburg-Opfingen, Geisingen, Gundelfingen, Gutach, Hartheim, Heitersheim, Herbolzheim, Ihringen, Inzlingen, Jechtingen, Kandern, Kenzingen, Kirchzarten, Kollnau, Lahr, Löffingen, Lörrach, March, Merzhausen, Müllheim,  Neuenburg, Reute, Rottweil, Schenkenzell, Schonach, Schramberg, Sexau, Simonswald, Tiengen, Titisee-Neustadt, Todtmoos, Triberg, Umkirch, Vogtsburg, Waldkirch, Waldshut, Waldshut-Tiengen, Weil am Rhein, Winden