Archil Kikodze - Der Südelefant
Georgischer Autor, Fotograf, Naturführer, Regisseur und Schauspieler liest aus seinem ersten Roman.
“Der Südelefant” - Weil ein alter Freund die Wohnung des Erzählers braucht, um sich dort heimlich mit einer Frau zu treffen, zieht dieser durch die Cafes seiner Heimatstadt Tiflis und in ihm kommen Erinnerungen an vergangene Zeiten hoch. Er denkt an die Kindheit und das frühe Erwachsenwerden, die Zeit der Sowjetdiktatur und die überschwängliche Anarchie des noch jungen, unabhängigen Staates, an den Krieg mit Russland und seine Folgen. Und auch an seinen Vater, an die Männer der vorigen Generation und wie schwer die sich tun, mit den neuen Verhältnissen, mit ihren Söhnen. Und er denkt an seine eigene Tochter und seine Rolle als Vater, denkt an seine eigene Liebe. Ein literarischer, mitreißender Text, der in starken Bildern von Georgien erzählt und von den Wechselfällen des Lebens.
Quotation - „Der Südelefant ist ein Roman, auf den die Stadt lange gewartet hat. So wie Marcel Proust sich um den Champs Elyse verdient gemacht hat, so war es Archil Kikodze für Tiflis, dem es bereits in seinem allerersten Roman gelang, Sinn und Einzigartigkeit der Hauptstadt in vollkommener Weise in Worte zu fassen.“