Kleines Haus

Ich werde nicht hassen

Gastspiel // Izzeldin Abuelaish // Mit Mohammad-Ali Behboudi

„Am 16. Januar 2009 um 16:45 Uhr wurden israelische Panzergranaten in das Schlafzimmer meiner Töchter gefeuert. Bessan, Aya und Mayar waren sofort tot, mit ihnen ihre Cousine Noor. Weil das israelische Militär Journalisten den Zugang nach Gaza verboten hatte, gab ich einem israelischen Fernsehreporter jeden Tag ein Telefoninterview. Minuten nach dem Angriff rief ich ihn beim Sender an; er übertrug unser Telefonat in die Sendung. Die Nachricht ging blitzschnell um die Welt.“
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Abuelaish, einem palästinensischen Gynäkologen und Fruchtbarkeitsexperten. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vom tödlichen Anschlag. Er hätte allen Grund, Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel.

Der brutale Terrorangriff der Hamas auf Israel und der dadurch ausgelöste Krieg in Gaza machen uns die ungebrochene Aktualität von Izzeldin Abuelaishs autobiografischem Buch und die Notwendigkeit seines Eintretens für Versöhnung schmerzlich bewusst. Der Schauspieler Mohammad-Ali Behboudi ist seit der Premiere 2014 im Theaterhaus Stuttgart mit diesem eindrücklichen Monolog unterwegs. Bei den Privattheatertagen 2015 erhielt die Theateradaption den Monika-Bleibtreu-Preis in der Kategorie Zeitgenössisches Drama.

„Am 16. Januar 2009 um 16:45 Uhr wurden israelische Panzergranaten in das Schlafzimmer meiner Töchter gefeuert. Bessan, Aya und Mayar waren sofort tot, mit ihnen ihre Cousine Noor. Weil das israelische Militär Journalisten den Zugang nach Gaza verboten hatte, gab ich einem israelischen Fernsehreporter jeden Tag ein Telefoninterview. Minuten nach dem Angriff rief ich ihn beim Sender an; er übertrug unser Telefonat in die Sendung. Die Nachricht ging blitzschnell um die Welt.“
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Abuelaish, einem palästinensischen Gynäkologen und Fruchtbarkeitsexperten. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vom tödlichen Anschlag. Er hätte allen Grund, Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel.

Der brutale Terrorangriff der Hamas auf Israel und der dadurch ausgelöste Krieg in Gaza machen uns die ungebrochene Aktualität von Izzeldin ...

„Das so minimalistische wie symbolträchtige Bühnenbild, die Absetzung von Erinnerungssequenzen, traurig und schön, durch Musik und Licht – all dies macht die Inszenierung so vollkommen. Ohne Zweifel ist aber die größte Leistung die des Schauspielers: So präsent sieht man selten Schauspieler auf deutschen Bühnen.“ Livekritik

„ICH WERDE NICHT HASSEN[…] ist eine puristische und gerade deshalb so starke Inszenierung. Das Stück konzentriert sich ganz auf die bewegende Geschichte des Arztes, getragen allein von der Kraft eines einzigen Schauspielers, Mohammad-Ali Behboudi.“ 3sat

„Ernst Konarek hat zusammen mit Silvia Armbruster aus dem Text ein Stück gemacht, einen Monolog von 90 Minuten. Keine einzige davon ist zuviel. Mohammad-Ali Behboudi, geboren im Iran und in Deutschland auch als Fernsehschauspieler präsent, spielt das Leben des Arztes und Vaters von sieben Kindern mit freundlichen Humor und kleinen Gesten nach. Das Leben von Abuelaish gipfelt in einem Drama von wahrhaft antiken Ausmaßen und ist doch eine Ansammlung von heiteren Szenen.“ Stuttgarter Zeitung

„Mit dem iranischen Schauspieler und Regisseur Mohammad-Ali-Behboudi, der seit 1984 in Deutschland lebt und arbeitet, fand Konarek den idealen Darsteller für die Rolle des Gynäkologen Dr. Izzeledin Abuelaish, der als erster palästinensischer Arzt an einem israelischen krankenhaus arbeiten durfte. Behboudi lebt das Schicksal Abuelaischs, das Ringen um Bildung, die Nähe und Liebe zur notleidenden Familie im Gaza-Flüchtlingslager von Jabaliya, Angst und Bedrängnis, aber auch dessen zutiefst humaner Wunsch, in Frieden zu helfen.“ Aachener Zeitung