August Zirner

Geboren und aufgewachsen in Illinois, kehrt der Sohn jüdischer Immigranten Anfang der 70er Jahre nach Wien in die frühere Heimat seiner Eltern zurück. Er absolviert dort seine Schauspielausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar und verbringt seine ersten zwölf Berufsjahre hauptsächlich auf österreichischen und deutschen Bühnen, darunter das Wiener Burgtheater und die Münchener Kammerspiele. Seit 1975 spielt er in über 130 Kino- und Fernsehfilmen, darunter Doris Dörries` GELD, Volker Schlöndorffs HOMO FABER, F.X. Bogners CAFE EUROPA, DAS VERSPRECHEN von Margarethe von Totta- Eröffnungsfilm der Berlinale 1991, Rainer Kaufmanns STADTGESPRÄCH, Andre Erkaus SELBSTGESPRÄCH, GEBÜRTIG von Robert Schindel und Adolf Winkelmanns WDR-Zweiteiler CONTAGAN sowie dem Oscar-prämierten Film DIE FÄLSCHER von Stefan Ruzowske. Zu seiner Filmografie zählen ebenso Marco Kreuzpaintners des Thena Comming out variierende Komödie COMING IN sowie die Kinderfilme PÜNKTCHEN UND ANTON, DAS SAMS und HERR BELLO. TAKING SIDES – DER FALL FURTWÄNGLER von Istvan Szabos konfrontiert August Zirner auch mit der eigenen Familiengeschichte. Für sein intensives Spiel in Züli Aladags WUT als bildungsbürgerlich geprägter Vater, der die Kontolle verliert, wird Zirner 2007 mit dem Adolf –Grimme-Preis ausgezeichnet. August Zirner, der auch Querflöte und Saxofon spielt, arbeitet regelmäßig mit dem Jazztrio: „Das Spardosen-Terzett“ zusammen zu dem auch sein Bühnenpartner Kai Struwe gehört. 2011 erscheint das gemeinsame Album DIAGNOSE : JAZZ bei Edel Records. Mit dem gleichnamigen Programm touren August Zirner und „Das Spardosen-Terzett“ 2013/2014 durch Deutschland.