Das Theater Freiburg unter der Intendanz von Peter Carp wird in 2024 die nächste Ausgabe der Tanzplattform Deutschland ausrichten. Seit der Tanzplattform 2006 in Stuttgart findet das wichtigste Festival für zeitgenössischen Tanz in Deutschland somit seit über 16 Jahren wieder zum ersten Mal in Baden-Württemberg statt. Im Februar 2024 wird sich die Stadt Freiburg für knapp eine Woche in den Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Tanzszene verwandeln! 

Theater Freiburg is responsible for organising the next edition of Tanzplattform Deutschland. Since the Dance Platform Germany 2006 in Stuttgart, the most important festival for contemporary dance in Germany will take place again in Baden-Württemberg after over 16 years. In February 2024, the city of Freiburg will be transformed for about one week into the hub of the current dance scene!

Besonders bemerkenswerte Tanz- und Performanceproduktionen werden für das Programm der Tanzplattform 2024 von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Berücksichtigt werden Arbeiten, die zwischen September 2021 und September 2023 entstanden sind und in diesem Zeitraum ihre Ur-/Erstaufführung haben. Die Termine und Informationen zu relevanten Produktionen können ab sofort über dieses Formular oder per E-Mail eingereicht werden: submission.tanzplattform2024@theater.freiburg.de 

Particularly noteworthy dance and performance productions will be selected by an independent jury for the Dance Platform 2024 programme. Works created between September 2021 and September 2023 will be considered. Premiere dates of relevant productions can be submitted now via this form or by email to submission.tanzplattform2024@theater.freiburg.de 

JURY TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2024
 

Theater Freiburg: Adriana Almeida Pees & Juliane Kiss


Foto: Rainer Muranyi

Foto: Rainer Muranyi 

Adriana Almeida Pees ist seit der Spielzeit 2017/2018 die künstlerische Leiterin und Kuratorin der Tanzsparte des Theater Freiburg. Ihre Ausbildung zur profesionellen Tänzerin absolvierte sie in São Paulo und war ab 1985 Solotänzerin in zahlreichen internationalen Ensembles. Die promovierte Tanzwissenschaftlerin und Psychologin unterrichtet als Gastdozentin regelmäßig an verschiedenen Universitäten, Tanzzentren und Festivals in Europa und Südamerika. Als Body-Mind Centering®-Lehrerin, -Practitioner und Infant Developmental Movement Educator (IDME) leitet sie seit 2009 das BMC-Ausbildungsprogramm in Brasilien und seit 2015 in Uruguay. Mit dem von ihr mitgegründeten internationalen Produktionsbüro prod.art.br / interior Produções Artísticas Internacionais leitete sie bislang über 50 Kulturprojekte in Brasilien, Südamerika und Europa. 

Juliane Kiss absolvierte ihr Studium im Bereich Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Lateinamerikanistik in Leipzig, Chile und Bonn. Von 2017 bis 2020 war sie als Projektkoordinatorin am Goethe-Institut Chile für die Bereiche Theater, Tanz, Internationale Koproduktionen sowie Künstlerresidenzen verantwortlich. Zur Spielzeit 2020/2021 wechselte sie als Produktionsleiterin in die Tanzsparte am Theater Freiburg und übernahm mit Beginn der Spielzeit 2021/22 auch die dramaturgische Betreuung der Projekte und Veranstaltungen der Tanzsparte.

Adriana Almeida Pees has been the artistic director and curator of Theater Freiburg's dance department since the 2017/2018 season. She trained as a professional dancer in São Paulo and was a solo dancer in numerous international companies from 1985. She holds a doctorate in dance science and psychology and regularly teaches as a guest lecturer at various universities, dance centres and festivals in Europe and South America. As a Body-Mind Centering® teacher, practitioner and Infant Developmental Movement Educator (IDME), she has led the BMC training programme in Brazil since 2009 and in Uruguay since 2015. With the international production office prod.art.br / interior Produções Artísticas Internacionais, which she co-founded, she has managed over 50 cultural projects in Brazil, South America and Europe. 

Juliane Kiss completed her studies in cultural studies with a focus on Latin American studies in Leipzig, Chile and Bonn. From 2017 to 2020, she was project coordinator at the Goethe-Institut Chile, responsible for theatre, dance, international co-productions and artist residencies. For the 2020/2021 season, she moved to the dance department at the Freiburg Theatre as production manager and, with the start of the 2021/22 season, also took over the dramaturgical supervision of the dance department's projects and events. 

Alexander Ernst

 Foto: Martin Paret

Alexander A. Ernst ist studierter Philosoph und beschreitet während seines Studiums mit freien Produktionen erste Wege in der Performancekunst. Nach seiner Arbeit in Auseinandersetzung mit dem postdramatischen Theater entwickelt er schließlich einen Schwerpunkt im Zeitgenössischen Tanz. Seit 2016 ist er beim Aufbau der TanzFaktur, eines freien Produktions- und Aufführungsortes in Köln, beteiligt. Als Dramaturg in der künstlerischen Leitung kuratiert er die beiden Festivals des Hauses: Die Sommerakademie, die über zwei Wochen ein vielseitiges und internationales Programm des Zeitgenössischen Tanzes präsentiert und das (Rh)einfach Fest, welches jährlich die herausragenden Produktionen NRWs konzentriert. Darüber hinaus konzipiert er das saisonale Spielzeitprogramm und begleitet die Residenzformate der TanzFaktur.

Alexander A. Ernst studied philosophy and during his studies took his first steps in performance art with free productions. After working with post-dramatic theatre, he eventually developed a focus on contemporary dance. Since 2016, he has been involved in setting up TanzFaktur, a free production and performance space in Cologne. As dramaturge in the artistic direction, he curates the two festivals of the house: the Summer Academy, which presents a diverse and international programme of contemporary dance over two weeks, and the (Rh)einfach Fest, which concentrates NRW's outstanding productions every year. In addition, he conceives the seasonal programme and accompanies the TanzFaktur's residency formats.

Bernhard Siebert

 Foto: Dorothea Firlé 

Bernhard Siebert arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Xavier Le Roy am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er studierte in Wien und Rennes und war anschließend tätig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Sophiensaelen in Berlin und später als Pressechef und Regieassistent am Theater Neumarkt in Zürich. Neben seiner Tätigkeit für die Universität hat er in den letzten Jahren als Produktionsleiter und Dramaturg für Kompanien und Künstler wie Swoosh Lieu, Kiriakos Hadjiioannou und ravvina/veit gearbeitet. Seine Forschungsschwerpunkte sind die zeitgenössische experimentelle Performance, der Einsatz von Bühnenmaschinerie sowie Spielmechanismen im Theater. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören u.a. die Bände Theater und Kritik (2018), herausgegeben zusammen mit Olivia Ebert, Eva Holling, Philipp Schulte, Nikolaus Müller-Schöll und Gerald Siegmund, und Narrativität und Intermedialität im zeitgenössischen Theater (2021), herausgegeben mit Alix de Morant, Helga Finter, Eva Holling, Didier Plassard und Gerald Siegmund. Er lebt in Frankfurt am Main.

Bernhard Siebert works as teaching and research assistant for Xavier Le Roy at the Institute of Applied Theatre Studies at Giessen’s Justus-Liebig University. He studied in Vienna and Rennes before working as head of press at Berlin’s Sophiensaele theatre and as head of press and as assistant to the direction in Zurich’s Theater Neumarkt. In recent years, next to academia, has worked as a production manager and dramaturg for companies and artists such as Swoosh Lieu, Kiriakos Hadjiioannou, and ravvina/veit. His research focuses mainly on contemporary experimental performance, the use of stage machinery, and game and play mechanics in theatre. Recent publications comprise a.o. Theater und Kritik, co-edited with Olivia Ebert, Eva Holling, Philipp Schulte, Nikolaus Müller-Schöll, and Gerald Siegmund (2018), and Narrativity and Intermediality in Contemporary Theatre (2021), co-edited with Alix de Morant, Helga Finter, Eva Holling, Didier Plassard and Gerald Siegmund. He lives in Frankfurt am Main.

Carmen Kovacs

 Foto: Sigrid Reinichs


Carmen Kovacs studierte Musiktheaterwissenschaft an der Universität Bayreuth und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie schrieb anschließend als freie Tanzjournalistin für die Süddeutsche Zeitung, tanz und Crescendo, für tanznetz.de und das Dance Festival München. An der Akademie der Bildenden Künste München studierte sie außerdem für drei Jahre Freie Kunst in der Klasse von Olaf Nicolai. Carmen Kovacs war von 2017 bis 2020 Dramaturgin des Bayerischen Staatsballetts. 2020 arbeitete sie als Gastdozentin an der LMU München und begleitete eine Produktion beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. 2019 bis 2021 war sie Jurymitglied des Bayerischen Landesverbands für zeitgenössischen Tanz, 2020 und 2022 für den Förderpreis Tanz der Landeshauptstadt München. Seit der Spielzeit 2020/21 ist Carmen Kovacs an der Deutschen Oper am Rhein als Ballett- und Operndramaturgin engagiert.  

Carmen Kovacs has a degree in Music Theatre Studies from the University of Bayreuth and in Theatre Studies from Ludwig-Maximilians-Universität München. She then became a freelance dance journalist, writing for Süddeutsche Zeitung, tanz, Crescendo, tanznetz.de and the Munich Dance Festival. She also spent three years studying Art with Olaf Nicoali at the Academy of Fine Arts in Munich. Carmen Kovacs was Dramaturg with the Bayerisches Staatsballett from 2017 to 2020. In 2020 she worked as a visiting lecturer at LMU Munich and was involved in a production at the Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. She was a jury member of the BLZT (Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz) from 2019 to 2021 and the State Capital Munich’s Emerging Artist Prize for Dance in 2020 an 2022. Carmen Kovacs was appointed Dramaturg for ballet and opera with the Deutsche Oper am Rhein from the 2020/21 season.

Mateusz Szymanówka

Foto: Katarzyna Szugajew

Mateusz Szymanówka ist Dramaturg und Kurator und arbeitet derzeit an den Sophiensaelen in Berlin, wo er für das Tanzprogramm und die Kuration des Festivals Tanztage Berlin verantwortlich ist. Als Dramaturg arbeitete er vor allem mit der jungen Generation von Choreograf*innen und Performance-Macher*innen zusammen, die in Berlin und Warschau leben und deren künstlerische Praxis im zeitgenössischen Feminismus und in der Queer Theory verwurzelt ist. Von 2019 bis 2020 kuratierte er zusammen mit Michal Grzegorzek das performative und diskursive Programm To Be Real im Zentrum für zeitgenössische Kunst Schloss Ujazdowski in Warschau, das die Beziehung zwischen zeitgenössischer Performance und Clubkultur untersuchte. Darüber hinaus hat er mit und für Institutionen und Initiativen wie Nowy Teatr, Teatr Studio und Pomada Queer Festival in Warschau, Kunstmuseum in Lodz, Art Stations Foundation in Poznan, HAU Hebbel am Ufer und Performing Arts Festival Berlin gearbeitet.

MATEUSZ SZYMANÓWKA is a dramaturg and curator, currently working at Sophiensaele in Berlin, where he is responsible for the dance program and the curation of the festival Tanztage Berlin. As a dramaturge, he has primarily collaborated with the young generation of choreographers and performance makers living in Berlin and Warsaw, whose artistic practice is rooted in contemporary feminism and queer theory. From 2019 to 2020, together with Michal Grzegorzek, he curated the performative and discursive program To Be Real at Ujazdowski Castle CCA in Warsaw, examining the relationship between the contemporary performance and club culture. In addition, he has worked with and for institutions and initiatives such as Nowy Teatr, Teatr Studio and Pomada Queer Festival in Warsaw, Art Museum in Lodz, Art Stations Foundation in Poznan, HAU Hebbel am Ufer and Performing Arts Festival Berlin.