• MADAMA BUTTERFLY // Joshua Kohl / Irina Jae Eun Park // Foto: Laura Nickel

    MADAMA BUTTERFLY //

    Joshua Kohl / Irina Jae Eun Park //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park / Jin Seok Lee / Irina Jae Eun Park //  Foto: Laura Nickel

    MADAMA BUTTERFLY //

    Irina Jae Eun Park / Jin Seok Lee / Irina Jae Eun Park //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park / Opernchor des Theater Freiburg // Foto: Laura Nickel

    MADAMA BUTTERFLY //

    Irina Jae Eun Park / Opernchor des Theater Freiburg //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park / Joshua Kohl //  Foto: Laura Nickel

    MADAMA BUTTERFLY //

    Irina Jae Eun Park / Joshua Kohl //

  • MADAMA BUTTERFLY // Junbum Lee / Irina Jae Eun Park / John Carpenter / Opernchor des Theater Freiburg // Foto: Laura Nickel

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    Junbum Lee / Irina Jae Eun Park / John Carpenter / Opernchor des Theater Freiburg //

  • MADAMA BUTTERFLY // John Carpenter / Joshua Kohl / Junbum Lee // Foto: Laura Nickel

    MADAMA BUTTERFLY //

    John Carpenter / Joshua Kohl / Junbum Lee //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park // Foto: Laura Nickel

    MADAMA BUTTERFLY //

    Irina Jae Eun Park //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park / Joshua Kohl / Inga Schäfer // Foto: Laura Nickel

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    Irina Jae Eun Park / Joshua Kohl / Inga Schäfer //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park / Joshua Kohl // Foto: Laura Nickel

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    Irina Jae Eun Park / Joshua Kohl //

  • MADAMA BUTTERFLY // John Carpenter / Junbum Lee / Irina Jae Eun Park // Foto: Laura Nickel

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    John Carpenter / Junbum Lee / Irina Jae Eun Park //

  • MADAMA BUTTERFLY // John Carpenter / Irina Jae Eun Park / Junbum Lee / Lorenz Kauffer // Foto: Laura Nickel

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    John Carpenter / Irina Jae Eun Park / Junbum Lee / Lorenz Kauffer //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park // Foto: Laura Nickel

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    Irina Jae Eun Park //

  • MADAMA BUTTERFLY // Raban Wild / Irina Jae Eun Park / Inga Schäfer // Foto: Laura Nickel

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    Raban Wild / Irina Jae Eun Park / Inga Schäfer //

  • MADAMA BUTTERFLY // Irina Jae Eun Park / Raban Wild / Inga Schäfer // Foto: Laura Nickel

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    Irina Jae Eun Park / Raban Wild / Inga Schäfer //

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Madama Butterfly

Giacomo Puccini // Mit Pause // Großes Haus

Ganze 999 Jahre läuft die Vertragszeit für das Liebesnest in Nagasaki, das Benjamin Franklin Pinkerton für sich und seinen Schmetterling hat reservieren lassen. Ganz so lange wird er sicherlich nicht bleiben wollen. Im Gegenteil: Überstürzt verschwindet er aus Butterflys Leben, bricht den Kontakt vollständig ab, während Butterfly in einen Warteraum eingepfercht ihren Illusionen hinterhertrauert. Als Pinkerton fort ist, richtet sie sich eine blumengeschmückte Parallelwelt ein, in der sie sehnlichst dessen Rückkehr erwartet. Vergeblich. Sie wird Pinkerton nicht mehr zu Gesicht bekommen. Nur seinen Brief, der nach einer Wartezeit von mehr als drei Jahren für sie ankommt. Doch der bleibt ungeöffnet. Weil er den Abschied bereiten könnte, den sie nicht annehmen will. Lieber möchte sie sich wenigstens die Möglichkeit auf eine Rückkehr erhalten, als auf diese Weise vom Ende eines Lebens zu erfahren, auf das sie alles gesetzt hat. Butterfly hat mit ihrem alten Leben gebrochen, um mit Pinkerton ein neues Leben zu beginnen. Wenn Pinkerton jetzt mit ihr bricht, bleibt von ihrem Leben nichts mehr übrig. Also bietet sie alle Kraft auf, um die Realität zu verweigern: Der Brief muss ungelesen bleiben, die darin enthaltene Wahrheit darf nicht in die Welt hinaus – und was darin geschrieben steht, kann sie ohnehin an der Miene des Überbringers ablesen. Zuletzt bleibt ihr nur der Schmerz. Und ein Dolch für den rituellen Selbsttod. Der Todes-Schmerz der Butterfly übertrifft an Intensität alles, was Giacomo Puccini bisher in Musik gesetzt hat. Drei Jahre hat Madama Butterfly ausgehalten, jetzt bricht alles über ihr zusammen. Auch der stolze Warteraum, den Puccini bis dahin immerhin 2,5 Stunden mit der besten Opernmusik der Zeit beschallt hat. Im blumenübersäten Liebesnest macht der Komponist das Leiden seiner Protagonistin nun unverblümt hörbar – und beendet seine Oper über das Phänomen, das wir heute als Ghosting bezeichnen. Der junge Regisseur Benedikt Arnold stammt aus jener Generation Y, von der man sagt, sie hätte es im Ghosting zu einer nie gesehenen Meisterschaft gebracht. Zurück bleiben die Verlassenen.

Für Butterfly geht es um den Abschied vom Leben – auch um den Abschied von ihrem Kind, das in Pinkertons Amerika eine bessere Zukunft haben soll. Blumen wird es auch dort finden. Auch eine neue Mutter. Und wahrscheinlich auch ein Zuhause, vielleicht gar für die nächsten 999 Jahre.

Ganze 999 Jahre läuft die Vertragszeit für das Liebesnest in Nagasaki, das Benjamin Franklin Pinkerton für sich und seinen Schmetterling hat reservieren lassen. Ganz so lange wird er sicherlich nicht bleiben wollen. Im Gegenteil: Überstürzt verschwindet er aus Butterflys Leben, bricht den Kontakt vollständig ab, während Butterfly in einen Warteraum eingepfercht ihren Illusionen hinterhertrauert. Als Pinkerton fort ist, richtet sie sich eine blumengeschmückte Parallelwelt ein, in der sie sehnlichst dessen Rückkehr erwartet. Vergeblich. Sie wird Pinkerton nicht mehr zu Gesicht bekommen. Nur seinen Brief, der nach einer Wartezeit von mehr als drei Jahren für sie ankommt. Doch der bleibt ungeöffnet. Weil er den Abschied bereiten könnte, den sie nicht annehmen will. Lieber möchte sie sich wenigstens die Möglichkeit auf eine Rückkehr erhalten, als auf diese Weise vom Ende eines Lebens zu erfahren, auf das sie alles gesetzt hat. Butterfly hat mit ihrem alten Leben gebrochen, um mit Pinkerton

Mitwirkende

Musikalische Leitung Eckehard Stier Regie Benedikt Arnold Bühne Alfred Peter Kostüme Charlotte Morache Mitarbeit Kostüm Theresa Wilson Licht Dorothee Hoff Video Daniel Lozano Chordirektor Norbert Kleinschmidt Dramaturgie Heiko Voss Mit Irina Jae-Eun Park (Madama Butterfly), Inga Schäfer (Suzuki), Janina Staub (Kate Pinkerton), Joshua Kohl (B.F. Pinkerton), John Carpenter (Sharpless), Junbum Lee (Goro), Lorenz Kauffer (Fürst Yamadori), Jin Seok Lee (Bonzo), Naoshi Sekiguchi (Yakusidé), Rui Xiao (Kommissar), Yulianna Vaydner (Mutter), Kyoung-Eun Lee (Kusine), Opernchor des Theater Freiburg (Chor), Philharmonisches Orchester Freiburg

English

Madama Butterly has put all her eggs in one basket and is about to start a new life with Pinkerton. When he leaves she is arranging herself in a flower­bedecked parallel universe, where she is eagerly longing for his return. In vain though. Only the pain remains. Plus a dagger to commit suicide. It is not only an objective for Butterfly to say goodbye to life but also to see to the future of her child.

Pressestimmen

"Irina Jae Eun Park ist eine Butterfly von großartigem darstellerischen Format, die den schmalen Grad zwischen Tragik und Kitsch virtuos durchwandert. Und die diesem ohnedies exzeptionellen Theaterabend musikalisch die Krone aufsetzt. Ihr zarter, bis in die Spitzentöne hinein maximal gerundeter Sopran vermag nicht nur die lyrischen Passagen ideal einzufangen. (...) Ein Pinkerton hat es daneben nie leicht. Doch Joshua Kohl lässt in seinem Spiel aufscheinen, dass es durchaus auch so etwas wie eine Entwicklung – wenigstens ein Begreifen – gibt. Und mit Bewunderung lauscht man seinem virilen, facettenreichen Tenor, (...) Ein starkes Paar – ein starkes Ensemble. (...) Fabrice Bollon dirigiert einen leidenschaftlichen Puccini. (...) Und der schroffe, dissonante Schsakkord lässt so erschaudern, wie es Puccini wollte: keine Auflösung, keine Versöhnung. Das sollte man sich nicht entgehen lassen." (Alexander Dick, Badische Zeitung, 27. Januar 2022) Zur vollständigen Rezension geht es hier

"Dass vor allem gesanglich das Ensemble des Theater Freiburg seit Jahren auf allerhöchstem Niveau agiert, zeigt auch diese Inszenierung eindrucksvoll. Dabei ragen neben den Hauptakteuren Butterfly und Benjamin F. Pinkterton, gesungen und gespielt von Irina Jae Eun Park und Joshua Kohl, vor allem die Charaktere von Suzuki und Sharpless heraus, die von Inga Schäfer und Anja Jung sowie John Carpenter mehr als formidabel dargestellt werden. Durch ihre beeindruckenden schauspielerischen und musikalischen Leistungen wird die sich im Laufe des Stückes immer erdrückendere Dramaturgie noch greifbarer gemacht. (...) "Madama Butterfly" schafft es auf beeindruckende Art und Weise, mit einer aktuellen Thematik das Publikum in seinen Bann zu ziehen und zeigt, dass sich damit auch eine gerade für junges Publikum schwer zugängliche Form des Theaters nahbar machen lässt." (Philipp Findling, fudder.de, 27. Januar 2022) Zur vollständigen Rezension geht es hier